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Buchtipp für den Gabentisch: Susanne Rubin und der Kaffee

Liebe Katja, liebe Leserin und lieber Leser,

es ist mal wieder diese Zeit im Jahr, wo ich bis zum Hals im Manuskript stecke. So wie im letzten Jahr, wird die Adventszeit für mich sehr arbeitsreich sein, denn zum Jahreswechsel wartet der Heyne Verlag wieder auf meinen neuen Roman. Dennoch ist es mir eine besondere Freude, wieder ein paar Zeilen für Katjas Adventskalender zu verfassen. Vielen Dank für die Einladung, liebe Katja!

Nachdem „Die Frau des Kaffeehändlers“ so gut bei meinen Leserinnen und Lesern angekommen ist (worüber ich mich jeden Tag wie verrückt freue!), wird auch der neue Roman wieder eine Familiensaga mit starken Frauen, tollen Männern, viel Liebe, dunklen Geheimnissen und großen Leidenschaften sein. Wie immer, macht es mir einen riesigen Spaß, die Charaktere zu erschaffen und jeden Tag ein bisschen besser kennenzulernen. Ich hoffe sehr, dass es meinen Lesern im September nächsten Jahr auch so ergeht, wenn „Die Erben von Gut Lerchengrund“ erscheinen wird.

Für Katjas schönen Adventskalender, habe ich mir dieses Mal gedacht, ich lass Euch alle mal ein wenig an meiner Recherche zu meinem bereits erschienen Roman „Die Frau des Kaffeehändlers“ teilhaben. Hier kommen also Rechercheschnipsel, die Ihr vielleicht ganz interessant findet. Frei nach dem Motto:

„Wusstet Ihr eigentlich, dass …“

… Kaffee zum Ende des 19. Jahrhunderts noch so teuer war, dass man ihn nur in kleinen Mengen kaufen konnte? Dies war z.B. auch der Grund, warum es in den Röstereien auch immer andere Dinge zu kaufen gab. Konfekt, Gebäck, Kakao und Liköre. Nur vom Kaffeeverkauf konnte kein Röster leben.

… in der Hamburger Speicherstadt beim Verkosten des Kaffees das Getränk von den Händlern nicht runtergeschluckt, sondern immer ausgespuckt werden musste, da ansonsten zusätzliche Steuern anfielen?

… die Hamburger Speicherstadt im Jahre 1888 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht wurde? Mit ihr begann für Hamburg eine der wichtigsten Entwicklungen der Stadtgeschichte als Handelsmetropole.

… in Hamburg Kaffee, Tee und Kakao schon damals zu den wichtigsten Handelsgütern gehörten? Die direkte Nähe der Speicherstadt zum Hafen spielte dabei eine entscheidende Rolle.

… das Fundament des Hamburger Rathauses aus Bornholmer Granit gegossen wurde und wegen des sumpfigen Untergrunds auf rund 4000 Eichenpfählen ruht? Im Jahre 1897 wurde das beeindruckende Gebäude 11 Jahre nach der Grundsteinlegung fertiggestellt und mit einem großen Volksfest eingeweiht. Die Planungszeit dauerte noch sehr viel länger.

… in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts, besonders nach der Fertigstellung des Rathauses, sich Hamburg nachhaltig zu verändern begann? Der berühmte rote Backstein setzte sich immer mehr durch. In dieser Zeit entstanden viele neue Stadtteile.

… die Kontorhäuser zwischen Hafen und Alster nach und nach errichtet wurden? Hier residierten vor allem die größeren Handelsfirmen, Reedereien, Schiffsausrüster und Architekten der Hansestadt, während sich die Banken vorwiegend rund um Binnen- und Außenalster befanden.

So, nun wünsche ich Euch allen eine wundervolle Adventszeit mit Euren Familien.
Lasst Euch die eine oder andere gute Tasse Kaffee schmecken und habt besinnliche und friedliche Feiertage!

Eure Susanne Rubin

 

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