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Die türkische Mätresse von Ralf Günther

Was hat mich an diesem Buch gereizt, das ich es mir gewünscht habe? Zwei Punkte waren ausschlaggebend für mich. Zum einen der Autor – Ralf Günther – von dem ich schon einige Bücher gelesen habe. Und zum anderen das Thema: Dresden und August der Starke.

Für mich als Dresdnerin ist die historische Geschichte meiner Heimatstadt schon immer interessant gewesen und August der Starke natürlich ein Begriff. Stösst man doch überall in Dresden auf den Namen.

So habe ich mich voller Begeisterung auf das Buch und die Geschichte von August dem Starken und seiner Mätresse Fatima gestürzt. Fatima, die osmanische Geliebte, ist eine reale Figur und hat im Leben von August dem Starken tatsächlich eine große Rolle gespielt. Geraubt aus dem osmanischen Reich ist sie als Ziehtochter von Aurora von Königsmarck aufgewachsen und hatte tatsächlich zwei Kinder.

Soweit stimmt das Buch von den Eckdaten her auf jeden Fall und Ralf Günther beweist einmal mehr das er die Verknüpfung von historischen Fakten mit einer spannenden Geschichte sehr gut beherrscht.

Sprachgewaltig und detailreich nimmt er uns mit an den Hof von August den Starken, nach Schweden zu König Karl und auf Schlachtfelder. Ihm gelingt es, mit bildhafter Sprache die damalige Zeit herauf zu beschwören und den Lesen in die Geschichte hineinzuziehen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Balance und Ausgewogenheit des Erzählrhythmus. Einige Episoden und Begebenheiten wurden in meinen Augen zu hektisch, zu schnell erzählt während andere, die es verdient hätten, zu schnell abgehandelt wurden.

Alles in allem war es jedoch ein tolles Buch und ich kann es mit guten Gewissen allen denen empfehlen, die geschichtliches Interesse überhaupt und an der Dresdner Geschichte im speziellen haben.

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