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Dresden in der Weihnachtszeit

Susanna – „Mitarbeiterin“ auf meinem Blog und eine meiner Lieblingsfreundinnen, hat mich (und damit Dresden) Anfang Dezember gemeinsam mit ihrem Papa hier besucht. Heute – am 20. Dezember – ist sie noch einmal im weihnachtlichen Dresden. Grund genug, ihren letzten Aufenthalt hier in einen Reisebericht zu verpacken 🙂

Kannte ich Dresden in meiner Kindheit nur vom Auto bei der Durchfahrt nach Pirna, bin ich in letzter Zeit ziemlich häufig da. Neben Quatschen und Kaffee trinken mit meiner Lieblingsfreundin steht auch immer wieder Stadtbesichtigung auf dem Plan, so auch diesmal.

Anfang Dezember mach ich mich mal wieder auf den Weg, wieder mit der Bahn, was eigentlich ganz gut klappt, wenn einen die netten Bahnmitarbeiter nicht ab und zu einen Schock verabreichen. Diesmal war es die Aussage vom Mobilitätshelfern das im Zug gar kein Rollstuhlplatz vorhanden ist, zum Glück eine Fehlinformation!

In Dresden angekommen wurde ich schon von meinem Dad, der vorgefahren war, und von Lieblingsfreundin Katja erwartet, halt!, ich hab glatt mein Patenkind vergessen, der mich mit einem Lächeln begrüßte.

Nach einem Mittagessen machten wir uns auf den Weg die Prager Straße lang, mit Ziel auf den Striezelmarkt, dort angekommen waren mein Dad und ich positiv überrascht. Die Buden waren liebevoll dekoriert, passend zum Verkauf, so dass man schon an der Dachdekoration erkennen konnte, was verkauft wurde. Zudem waren viele Stände mit Kerzen, Holzkunst, Seifen und Delikatessen wie Senf, Stollen etc. vorhanden, sodass man eigentlich entspannt hätte durch die Stände bummeln können. Richtig: eigentlich! Obwohl es früher Nachmittag war, war es teilweise sehr voll und Rücksichtnahme, wir waren mit Rollstuhl und Kinderwagen unterwegs, wurde irgendwie überschätzt. Also wanderten wir zum Markt an der Frauenkirche, welcher aufgrund des Kopfsteinpflasters nicht ideal für mich war, aber wesentlich ruhiger und auch für uns wieder die Möglichkeit bot, einfach nur entspannt zu bummeln. Wer kleine Geschenke aus Holz oder ähnliches sucht wird hier bestimmt fündig.

Da wir nun schon in der Nähe waren, nutzten wir die Möglichkeit uns die Frauenkirche anzuschauen, ein bauliches Meisterwerk, für meinen Geschmack etwas zu prunkvoll aber das ist reine Geschmackssache.

Am  nächsten Tag starteten wir unseren Tag wieder im Bereich Altmarkt, wo wir die frühe Tageszeit nutzen , um in Ruhe den Striezelmarkt noch einmal zu besichtigen, unser erster Eindruck bestätigte sich, ein schöner Weihnachtsmarkt, wo man in Weihnachtliche Stimmung kommen kann solange man den Massen aus den Weg geht.

Abends fuhren wir nach Pirna, zum Abendessen und Weihnachtsmarkt besichtigen. Schon die Fahrt nach Pirna ist eine tolle Angelegenheit (im hellen) da man Landschaftlich viel sieht. In Pirna selber trafen wir uns am Marktplatz, der Weg vom Parkplatz führte uns durch eine Fußgängerzone, die für uns (nah bei Berlin wohnhaft) regelrecht beschaulich wirkte, ruhig, die Geschäfte anschaulich dekoriert. Der Weihnachtsmarkt selber war, mit einfachen Worten, echt genial.

Klein, liebevoll dekoriert und relativ leer, bummelten wir nach unserem Abendessen entspannt über den Markt, tranken Glühwein und unterhielten uns entspannt. Das ist auf vielen Berliner Weihnachtsmärkten gar nicht möglich. Vor allem das vielfältige Angebot der Stände begeisterte mich!

Nachdem wir also zwei Tage die Weihnachtsmärkte besichtigt haben, nahmen wir uns am Abreisetag das Grüne Gewölbe vor, es begann erst mal stressig, da wir unsere Tickets nicht ausgedruckt hatten – der Hinweis wäre in der Email echt hilfreich gewesen. Es stellte sich heraus, dass das Besucherzentrum, wo wir die Tickets dann ausdrucken sollten, nicht barrierefrei war. Ich musste also draußen im Regen warten.

Das Grüne Gewölbe selber hat mich total begeistert. Nachdem wir unsere Tickets hatten und unsere Jacken und Taschen eingeschlossen haben, machten wir uns auf den Weg ins „Gewölbe“ wo mein Rollstuhl beäugt wurde, ob der in die Schleuse passt 😉 . Aber erst mal ein Schritt zurück: bei der Ausgabe der Audiogeräte forderte mein Dad für uns die sächsische Fassung, ich war skeptisch, ich befürchtete aufgrund des Dialektes wenig zu verstehen.

Durch die Schleuse durchgeschleust, wurden meine Zweifel beseitigt. Eindrucksvoll und vor allen humorvoll wurden wir per Audiogerät durch die Ausstellung geführt wo so ziemlich alle Kunststücke beschrieben werden, und die Darstellung war so lebhaft, das ich mich manchmal zusammenreißen musste, um nicht laut zu lachen. Die Sammlung selber war beeindruckend, mit der sächsischen Führung ein totales Erlebnis, was ich bestimmt nochmal wiederholen werde.

Nach einem kleinen Mittagessen auf dem Mini Weihnachtsmarkt neben dem Museumsgebäude, machten wir uns nach 2 ½  tollen Tagen auf den Weg nach Hause.

Fazit: Dresden lohnt sich immer, aber auch in der Vorweihnachtszeit kann Dresden mich bezaubern.

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