Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

LBM 2025 – Eine Messe, drei Meinungen

Wie jedes Jahr hieß es auch 2025 – ab nach Leipzig auf die Buchmesse. Auch in diesem Jahr an meiner Seite: mein Mann und größter Schatz Markus und meine „kleine“ Tochter Florentine.

Ich glaube, die ist das vierte Mal mit dabei und schon ein kleiner „Profi“, was die Buchmesse angeht. Dieses Jahr war es aber das erste Mal, dass sie sich Lesungen ausgesucht hat, die sie erleben wollte.

Während wir die letzten Jahre immer gut durchgekommen sind, war diesmal alles anders. Stau schon ab der Abfahrt Leipzig Messe – was sich das wohl später bis zum Schkeuditzer Kreuz ziehen sollte.

Wir hatten, zum Glück, Zugang zum Presseparkplatz und zum Pressezentrum. Das heißt für uns: eine sehr bequeme Parkplatzsuche und ein Zugang ohne jegliche Wartezeit beim Einlass. Im Pressezentrum wartet heißer Kaffee und natürlich unsere Bloggerfreunde Brina und Heike auf uns. Die Begrüßung war diesmal nicht ganz so laut, aber trotzdem nicht weniger herzlich. In eine dicke Umarmung gehüllt war das ein ganz wunderbares Gefühl.

Dann ging es los: erstes Ziel war die Manga-Halle, die nur wenige Sekunden nach der Messeöffnung noch herrlich leer war. Beim Gang in die Halle konnte man einen Blick auf die warteten Messebesucher werfen und das würden wieder tausende sein. Wahnsinn.

Wir stöberten ein wenig in der Halle – Florentine war fasziniert von den teilweise doch sehr schönen Zeichnungen, die es dort gab. Aber auch die Kostüme, die Plüschtiere und all das andere was es da zu kaufen gab, waren einen weiteren Blick wert. Dennoch – Florentine hatte noch keine Lust Geld auszugeben.

Dann ging es weiter: Halle 3 und Halle 5 standen bei uns auf dem Plan. Und damit begann für mich der Besuch erst richtig. Denn jetzt standen Begegnungen mit Autoren und Verlegern auf dem Programm, die ich unbedingt wiedersehen wollte. Verlage, an denen Ständen ich nach neuen Büchern für mich Ausschau halten wollte.

Alle Wünsche nach Begegnungen konnte ich mir nicht erfüllen. Poppy J. Andersen zum Beispiel habe ich nur kurz von Weitem winken können, sie war zu sehr von ihren Fangirls umringt, so dass ich mich da tatsächlich nicht reindrängeln wollte.

Dafür hatte ich eine wunderschöne Begegnung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Am Stand des Primär-Verlages hatte ich von einer lieben Freundin den Auftrag bekommen, dem Autor Mario Worm einen lieben Gruß auszurichten. Das habe ich im zweiten Anlauf dann tatsächlich geschafft und stand nicht nur ihm, sondern auch Wolfgang Bahro gegenüber. Der als „Jo Gerner“ aus der Serie „GZSZ“ bekannte Schauspieler war der „Stargast“ am Stand und sollte am Mittag aus dem neuen Buch von Mario Worm lesen. Schneller als ich gucken konnte hatte ich ein Glas Sekt in der Hand und dann später auch ein gemeinsames Foto. Als ich dann noch die Biographie von Wolfgang Bahro am Stand sah, war das direkt mein erster (und tatsächlich einziger) Buchkauf des Tages.

Meine einzige Lesung des Tages erlebte ich zusammen mit Heike. Gemeinsam haben wir uns die Lesung bzw. Buchvorstellung von „Blumenmeere“ der Autorin Manuela Inusa angeschaut und gehört. Manuela Inusa kennen wir aus unser Loveletter-Convention-Zeit, wo wir einen guten Draht zueinander hatten.

Sie wurde von der Verlagsmitarbeiterin, die sie begleitet hat, nach 3 Facts gefragt, die sie noch nie im Interview erzählt hat. So erzählte sie also, dass ihre Lieblingsblume die Orchidee ist, sie keinen Kaffee mag und viele Tattoos hat. Das mit dem Kaffee wussten wir schon, der Rest war dann doch neu. Auch dass sie gerne vor Ort recherchiert und wenn das nicht geht dann viel im Internet, war für uns nichts Neues.

Ihre Bücher, und das liebe ich so, sind Bücher mit sehr viel Tiefgang. Mit Schicksalsschlägen und wie man da wieder rauskommt, mit Charakteren die man liebgewinnen kann. Geschichten, sie mich dann eine ganze Weile nicht mehr loslassen.

Während der Buchvorstellung überlegten wir, ob sie uns überhaupt noch kennt – wenig später wussten wir: Ja, das tut sie. 

Für mich ein Highlight waren die Begegnungen u.a. mit Katja Völkel vom Ultraviolet-Verlag und Jens vom Wannenbuch. Leider gibt es keine Fotos – ich war nicht so in der Stimmung und hab auch nicht daran gedacht.

Die Begegnungen mit Steffi Bieber-Geske und ihrer Schwester Kati vom Biber & Butzemann-Verlag sind für uns immer etwas besonders. Meine Tochter liebt die beiden einfach und ist immer ganz aufgeregt und freut sich immer besonders darauf. Unser Bücherschrank beherbergt bestimmt gut die Hälfte der Titel, die im Verlag erschienen sind und ein weiteres begleitet uns mit nach Hause.

Markus, mein Herzensmensch, war auch dabei und schildert seine Eindrücke so:

Alle Jahre wieder, im Frühjahr, tingeln hunderttausende Menschen nach Leipzig, um eine der größten öffentlichen Messen in Deutschland und Europa zu besuchen. Die Buchmesse gehört zu Leipzig wie Auerbach’s Keller und das Völkerschlachtdenkmal.

Und die Buchmesse ist weiblich. Ob bei den Ausstellern, den Vertreten der Presse oder auch den Gästen: Die Mehrheit sind Frauen jeden Alters.

Auch dieses Jahr war das bunte Treiben der Manga-Comic-Con wieder vor allem in Halle 1 anzutreffen. Doch sowohl in der Glashalle, als auch in den anderen Hallen waren bunte Gestalten aus Comics, Manga, Animes und allerlei Zeichentrickserien zu finden. Manche Kostüme waren einfach beeindruckend, andere eine Herausforderung für die Augen, um es freundlich zu formulieren.

Das war tatsächlich mein Highlight an Kostümen – so herrlich detailreich

Für Jung und Alt, in unzähligen Genres traten große und kleine Verlage mit ihren Büchern vor das gespannte Publikum.

Gefühlt waren es wieder mehr Besucher als in vergangenen Jahr, am Sonnabend wurden die Karten begrenzt – nicht gerade zur Freude vieler kurzentschlossener.

Mit mehr als einem halben Dutzend Büchern im Gepäck, Leseproben, Aufklebern, Lesezeichen und noch mehr Erinnerungen und Eindrücken verließen wir nach 6,5h die Messe.

Wir kommen wieder – im nächsten Frühjahr.

Und zum Schluss kommt der Bloggernachwuchs Florentine (10) zu Wort.

Mein erster Eindruck von der Buchmesse: Mensch ist das laut heute. Dabei war es im Pressezentrum diesmal nicht so laut als Brina meine Mama entdeckt hat. Aber umarmt haben sich die beiden sehr lange und fest. Dann durfte ich endlich Zeit mit Brina verbringen.

Die Messe selbst war dann aber laut – die Hallen waren total voll und es wimmelte nur so von Menschen. Zuerst waren wir in der Manga-Halle, wo ich aber nicht entscheiden konnte was ich will. Es gab tolle Karten und verschieden große Bilder, aber ich fand das irgendwie alles viel zu teuer für mich.

Dann sind wir in die Hallen 3 und 5 gegangen, dort wollte Mama zuerst hin. In Halle 3 habe ich meine großen Freundinnen Steffi und Kati getroffen. Steffi gehört der Biber und Butzemann-Verlag. Die Kinderreiseführer kann ich total empfehlen, Mama hat ganz viele davon zu Hause.

Mit Kati und Steffi Bieber-Geske

Ich durfte mir ganz viele tolle Buchverlage anschauen und wusste gar nicht so richtig, was ich mir mitnehmen will. Vor der Messe habe ich die Serie „Warrior Cats“ für mich entdeckt und war total happy, als ich einen Stand mit den Büchern für mich entdeckt habe. Trotzdem habe ich erstmal nichts gekauft, ich wollte ja noch zu Lesungen gehen.

Ich war bei insgesamt 3 Lesungen, wobei die „Koboldchroniken“ keine Lesung war, da der Autor krank war. So haben wir nur gelernt, wie man einen Kobold malt. Das war echt lustig.

Die zweite Lesung war „Lotti, die kleine Tierärztin“ und das war eine süße Geschichte. Richtig spannend dagegen war dann „Time Travellers: Nächster Sprung – Australien!“ wo ich mit Brina war. Keine Ahnung was Mama und Papa in der Zeit gemacht haben, aber es war cool was mit Brina zu machen.

Gekauft habe ich mir dann aber keines der Lesungsbücher, sondern ein Buch, ein Short Adventure von Warrior Cats. Und beim Rausgehen im Manga-Bereich noch zwei Karten.

Wir sind dann halb 5 zurück ins Pressezentrum, wo ich dann angefangen habe zu lesen. Dann waren wir abends noch mit Brina und Heike lecker essen – ich hab die ganze Zeit über gelesen und nicht mal gemerkt, dass dann noch andere mit am Tisch saßen. Mama sagt, eine davon war eine Autorin, die einen spannenden Krimi geschrieben hat und ein Kinderbuch. Als wir dann heimgefahren sind hatte ich das Buch ausgelesen und war hundemüde.

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