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Popmusik und Gänsehaut: Ein Schulanfang, der verbindet

„Die evangelische Schule beschert volle Kirchen!“ Mit diesen treffenden Worten eröffnete Herr Kunz, Schulleiter der Freien Evangelischen Schule Dresden (FES), den mittlerweile traditionellen Schulanfangsgottesdienst. Und er hatte recht: Die prachtvolle Frauenkirche Dresden war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Bei insgesamt 1.664 Sitzplätzen in diesem monumentalen Raum will das schon einiges heißen!

Alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10 waren gekommen, um die neuen fünften Klassen feierlich in ihrer Mitte willkommen zu heißen.

Ein ganz neuer Blick auf die Kirche

An dieser Stelle ein kleines Geständnis: Unsere Familie ist nicht religiös. Wir sind weder evangelisch noch katholisch und der Gang in die Kirche gehörte früher eigentlich nicht zu unserem Alltag. Dass unsere Kinder die FES besuchen, hat ganz andere Gründe. Seit dem letzten Schuljahr gehören die Gottesdienste zum Schuljahresstart und -ende für uns nun aber fest dazu – und sie haben unseren Blick auf Kirche komplett verändert.

Ich weiß noch genau, wie aufgeregt ich letztes Jahr war, als unsere Tochter Florentine so feierlich aufgenommen wurde. Dieses Jahr war nun ihr Bruder Maximilian an der Reihe. Und wieder war es eine wunderschöne, bewegende Erfahrung.

Gänsehaut und Freudentränen unter der Kuppel

Es hat etwas zutiefst Erhabenes, wenn sich die großen Kirchentüren öffnen: Sechs fünfte Klassen mit insgesamt rund 150 Kindern marschierten stolz hinter ihren Klassenlehrkräften ein. In diesem Moment erhoben sich alle Eltern im riesigen Kirchenschiff – ein echter Gänsehaut-Moment, bei dem ich mir die eine oder andere Freudenträne nicht verkneifen konnte. Während die „Neuen“ und ihre Familien unten Platz nahmen, füllten die älteren Schülerinnen und Schüler die beeindruckenden Emporen bis hoch unters Dach.

Nach den herzlichen Begrüßungen von Schulleiter Herr Kunz und Pfarrerin Frau Behnke folgte ein buntes Programm aus Andachten, Fürbitten und Liedern. Der absolute Höhepunkt: Die Kinder durften nach vorne gehen und wurden von ihren Klassenlehrkräften für das neue Schuljahr gesegnet. Ganz egal, ob man selbst glaubt oder nicht – dieser Moment hinterlässt Spuren, berührt das Herz und verbindet uns alle.

Von wegen altbacken!

Früher dachte ich immer, Gottesdienste seien langweilig und trocken. Von wegen! Als die Band der Musikschule „Goldenes Lamm“ ein Kirchenlied im modernen Rock-Pop-Stil anstimmte, hielt es kaum jemanden auf den Sitzen. Es wurde lauthals mitgesungen und begeistert mitgeklatscht. So lebendig und fröhlich feiert man in einer Kirche wahrlich nicht alle Tage!

Wir haben einen mitreißenden, bunten Vormittag erlebt. Als ich Maximilian beim Ausmarsch sah – mit einem strahlenden, stolzen Lächeln im Gesicht –, wusste ich ganz sicher: Wir haben die richtige Entscheidung für die Zukunft unserer Kinder getroffen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Kindern, Eltern und Lehrkräften ein fantastisches, erfolgreiches und glückliches neues Schuljahr!

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