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Silber – Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier

Endlich ist er da! Nicht nur ich habe sehnsüchtig auf den dritten und abschließenden Band dieser Trilogie gewartet.

Und sofort stellte sich beim Lesen das bekannte heimelige Gefühl ein. Man konnte förmlich die leckeren Düfte aus Lotties Küche riechen.

Allerdings haben Arthur und Anabel natürlich nicht aufgegeben. Wobei immer deutlicher wird, dass besonders Arthur sich in ein wahres Monster verwandelt hat und reihenweise beginnt das Leben seiner Mitmenschen zu zerstören. Natürlich genau vor der Nase von Henry, Grayson und Liv, die das hilflos mit ansehen müssen. Und ganz offen bedroht er sogar Livs Leben!

Anabel hingegen hat ihre Medikamente abgesetzt und kommuniziert wieder mit dem Dämon. Existiert er etwa doch? Denn er scheint sich auch körperlich in der realen Welt manifestieren zu können. Langsam wird die Sache doch sehr unheimlich…

Wie üblich gehen die drei Hauptprotagonisten ganz unterschiedlich mit der drohenden Gefahr um. Henry ist draufgängerisch und will die Sache natürlich auf den Korridoren klären, zur Not eben mit allen Mitteln. Grayson hingegen beginnt zu recherchieren und Fakten zu sammeln um vor allem Anabel zu helfen und Liv…

Liv macht sich eigentlich mehr Sorgen um ihr erstes Mal (ja, genau DAS erste Mal), weil sie es mal wieder geschafft hat sich in eine persönliche Bredouille zu bringen. Das lockert die ganze Handlung natürlich auf und sorgt immer wieder für Momente, bei denen man einfach grinsen muss. Während mir Arthurs Taten wirklich einen Schauder über den Rücken laufen lassen, sorgt dieser Handlungsstrang dafür, dass der Roman auf einem locker leichten Jugendroman-Niveau bleibt und die Stimmung nicht zu düster wird.

Obwohl man manchmal über Livs Eskapaden und Ideen wirklich nur den Kopf schütteln kann. Insgesamt wird Liv dadruch selber etwas zur Randfigur, da alle anderen am Ende mehr zur Lösung der Probleme beitragen als sie selbst. Da sie die Geschehnisse aber auf so zauberhaft charmante Art erzählt, kann man da einfach nicht böse sein.

Beeindruckt hat mich in diesem Band wieder Mia. Sie ist einfach toll und hier hat sie noch einmal ein paar glänzende Auftritte.

Tatsächlich beweisen Mia und Grayson, dass man vernünftiger und zielgerichteter Recherche viel mehr erreichen kann als mit hektischen Aktionismus.

Sehr schön fand ich die Annäherung zwischen Florence und den anderen, die Aufdeckung von Secrecy, aber auch die Einbindung aller anderen liebevollen Details.

Die Endlösung ist gut gelungen und passt zum Grundtenor der Trilogie. Alle Handlungsstränge werden zusammengeführt und vereinen sich zu einem runden Gesamtbild. Dass am Ende keine Erklärung für die Traumkorridore an sich gegeben wird, empfand ich als nicht schlimm. Insgesamt bleiben in der Silber-Trilogie wesentlich weniger Fragen unbeantwortet als bei der Edelstein-Reihe und ich war vollauf zufrieden mit diesem Ende.

Der größte Kritikpunkt ist für mich der Preis, der für das E-Book verlangt wird. Nur einen Euro weniger als das gedruckte Buch, das ja selber auch schon kein Schnäppchen ist, aber immerhin mit hübschen Details aufwarten kann, die elektronisch jedoch eher keine Rolle spielen. Das grenzt wirklich an Wucher und ärgert mich bis jetzt, obwohl mir die Geschichte richtig gut gefallen hat.

Fazit: Gelungener Abschluss der Trilogie!

Daten:
Autor: Kerstin Gier
Titel: Silber – das dritte Buch der Träume
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (5. Oktober 2015)
ISBN: 978-3841421685
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

 

 

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2 thoughts on “Silber – Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier

  1. Ich warte bei Trilogien gerne bis alle Bücher erschienen sind, bevor ich anfange zu lesen – denn den Gedanken an elendig lange Wartezeiten bis man weiter lesen kann finde ich ganz furchtbar 😉

    Vor Januar werde ich aber wohl trotzdem nicht starten können, aber egal wann ich letztendlich loslege ich kann gleich alle drei Bände direkt hintereinander genießen!!!

    1. Das kann ich verstehen, Kerstin! Geht mir ähnlich, wobei ich mich dann bei bestimmten Autoren dann doch nicht zurückhalten und warten kann.
      In dieser Reihe ist es aber wenig schlimm als bei der „Edelstein“-Trilogie, die im Grunde ja keine Trilogie, sondern ein Roman war, der brutal in drei Teile gehackt wurde. Bei den „Silber“-Romanen gibt es immer einen kleinen Abschluss am Ende, so dass man zwar weiterlesen möchte, aber nicht total frustriert ist, weil man das noch nicht konnte. Man kann ruhig mal eine Pause zwischen den Bänden einschieben.

      Ich wünsche Dir dann jedenfalls viel Spaß beim Lesen im Januar! Ich hatte ihn jedenfalls.

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