Dampfnudel-Blues von Rita Falk (Film)

Der ehemalige Kriminalbeamte Franz Eberhofer wurde nach einem Vorfall in seinen Heimatort, das bayrische Provinznest Niederkaltenkirchen strafversetzt. Dort lebt der ein wenig trottelige Polizist eigentlich ein ruhiges Leben. Er wohnt auf dem Hof seiner Familie mit Vater und Oma, sodass zumindest für das leibliche Wohl gesorgt ist.

Seine Ruhe wird gestört, als die Garage des Rektors der lokalen Schule mit einer eindeutigen Drohung besprüht wurde. Kurz danach verschwindet eben dieser Rektor, um nach seinem erneuten Auftauchen tot aufgefunden zu werden.

Auch wenn es nach Selbstmord ausschaut, für Franz steht fest, dass er hier wegen Mord ermitteln muss.

Die Verfilmung der herrlich komischen Buchvorlage von Rita Falk ist schon etwas Besonderes. Nicht weil statt in chronologischer Reihenfolge, zuerst das zweite Buche verfilmt wurde, sondern weil der Film den Ton der Bücher trifft. Im teils tiefsten Bayrisch pflaumen sich die Protagonisten an, dass man es am Anfang schwer hat alles zu verstehen. Die äußerst sympathischen und schrulligen Bewohner von Niederkaltenkirchen werden herrlich gespielt und man bekommt sich teilweise nicht mehr ein vor Lachen.

Klar, hier wird sich vieler gängiger Klischees bedient, es ist als Deutscher Film kein Hollywood Format, aber der Streifen weiß zu überzeugen.

Das liegt meiner Meinung nach an zwei Dingen, der tollen Buchvorlage und den hervorragend gewählten Schauspielern.

Zwei Dinge mögen einige Zuschauer stören: Zum einen die stark ausgeprägten Dialekte mit großem lokalen Umgangssprachlichen Anteil, zum anderen die Abweichungen zum Buch.

Es ist ein klassischer „muss man mögen“ Film, wobei es mir leicht fiel ihn zu mögen.

Daher bekommt er von mir eine solide 4/5 Sterne Bewertung.

Daten:
Laufzeit: 90 min.
FSK: 12
Regie: Ed Herzog
Genre: Komödie
Drehbuch: Christian Zübert
Hauptdarsteller: Sebastian Bezzel (Franz Eberhofer), Simon Schwarz(Rudi Birkenberger), Lisa Maria Potthoff (Susi), Nina Proll (Sophie Höpfl), Ilse Neubauer (Oma Eberhofer), Eisi Gulp (Vater Eberhofer), Sigi Zimmerschied (Dienststellenleiter Moratschek), Chi Le (Panida), Gerhard Wittmann (Leopold Eberhofer), Daniel Christensen (Flötzinger)

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