Darf ich bitten: Deutschsprachige Autoren im Interview – REBECCA WILD

Im zweiten Interview der Blogger-Aktion „Darf ich bitten“ steht mir die österreichische Autorin Rebecca Wild Rede und Antwort. Bisher sind aus ihrer Feder der Fantasy-Roman „Verräter der Magie“ und dessen Fortsetzung „Gefangene der Magie“ erschienen.

Auch hier wird es natürlich eine Verlosung geben. Unter all denen, die hier kommentieren und uns verraten, welchen Traum sie haben, verlosen wir ein Exemplar des zweites Bandes. Ihr habt dafür eine Woche Zeit.

Katja: Vielen Dank liebe Rebecca, dass Du Dir die Zeit für das Interview nimmst. Stell Dich doch am besten selbst erst einmal vor. Was macht den Menschen Rebecca Wild aus?

Rebecca: Keine leichte Frage für den Start J Was macht mich aus? Meine direkte Art, mein schräger Humor, meine Loyalität, meine Tagträumereien und meine Liebe zu Büchern.

Katja: Welche Träume hast Du?Rebecca Wild_2

 Rebecca: Der Traum eines jeden Autors: irgendwann vom Schreiben leben zu können 😉 Wobei ich mir auch gut einen Mix aus Schreiben und freiberuflichen Designarbeiten vorstellen kann. Dazu eine schöne Eigentumswohnung mit Dachterrasse am Stadtrand von Salzburg und mein Leben ist perfekt. Die Katze darf natürlich auch mit.

Katja: Was machst Du neben dem Schreiben?

Rebecca: Ich studiere MultiMediaArt in Salzburg und designe nebenberuflich Buchcover für befreundete Autoren und Selfpublisher und seit kurzem für den Romance Edition Verlag.

Katja: Wenn du als Kind gefragt wurdest, was du mal werden willst, was hast du geantwortet?

Rebecca: Ich hatte viele Jahre lang den Traum, nach Kanada auszuwandern und Verhaltensforscherin für Wölfe zu werden. Spottet nicht. Ich habe sogar die lateinischen Begriffe für die unterschiedlichen Wolfsgattungen auswendig gelernt.

Katja: Was war das erste Buch, das du selbst gelesen hast, an das Du Dich noch bewusst erinnern kannst?

Rebecca: Das war „Cleo’s großer Sieg“ über die Abenteuer einer Bauernkatze. Ich hatte schon immer eine große Liebe zu Tieren, deshalb waren meine ersten Bücher allesamt Tiergeschichten J

Katja: Was ist für dich der perfekte Tag?

Rebecca: Um neun Uhr aufstehen, mich zum Frühstücken mit einer Freundin treffen, irgendwo in der Sonne sitzen und mich am Nachmittag zum Schreiben zurückziehen. Ein gutes Buch vorm einschlafen und eine Jumbo Tasse Earl Grey auf dem Nachttisch. *glücklich seufz*

Katja: Gibt es etwas, oder jemanden, der Dich zum Schreiben inspiriert hat?

Rebecca: Einen speziellen Menschen gab es da nicht, aber ich habe mich allgemein sehr von Geschichten inspirieren lassen. Seien es Märchen, mein aktueller Lieblingsanime oder ein Buch, das ich in zwei Nächten verschlungen habe. Wenn mich eine Geschichte wirklich begeistert hat, wurde ich davon angesteckt, selbst so etwas zu versuchen.

Katja: Du liebst es, in der Badewanne zu liegen und könntest dort alles machen. Schreibst Du auch dort? Und hat endlich jemand für Dich das wasserdichte Laptop erfunden?

Rebecca: Leider nein, ich warte immer noch *g* Schreiben funktioniert dort also nicht, aber ich benutze die Badewanne gerne als Rückzugsort,Rebecca Wildwenn ich beim Schreiben auf ein Problem stoße und Ruhe und Zeit zum nachdenken brauche.

Katja: Wenn man überlegt, selbst eine Geschichte zu schreiben, ein Buch zu veröffentlichen – hat man da bereits eine Idee im Kopf oder schaut man nach dem, was gerade „IN“ ist und somit gern gelesen wird?

Rebecca: Teils, teils. Die Idee kommt bei mir zuerst, aber ich habe auch immer ein Auge auf den Markt und wenn ich sehe, dass ein Genre gerade überhaupt nicht funktioniert, kann es sein, dass ich die Idee erstmal nach hinten schiebe und mich einem anderen Projekt widme. Generell kann ich nicht empfehlen, nach Trends zu schreiben, weil diese genauso schnell wieder vorbeisein können und bis so ein Buch fertig ist, vergeht doch wieder Zeit.

Katja: Von der Idee zum fertigen Buch – wie lange hat es gedauert, bis Dein Erstlingswerk „Verräter der Magie“ fertig war?

Rebecca: Puh, das war ein längerer Weg. Ein Jahr bis ich ein fertiges Manuskript hatte, ein Jahr Agentursuche und dann wieder über ein Jahr bis ich es als Buch in Händen halten konnte. Etwa drei Jahre also. Bis so ein Buch im Laden steht, dauert es doch ganz schön lange J

Katja: Was war bei Dir der ausschlaggebende Punkt, mit dem Schreiben anzufangen? Selbst eine Geschichte auf’s Papier zu bringen?

Rebecca: Einen wirklichen Punkt gab es da keinen. Ich habe mir einfach schon immer gerne Geschichten ausgedacht. Als Kind habe ich mir zu meinen Lieblingsbüchern und Serien immer weitere Geschichten ausgedacht und teils auch ein paar Seiten aufgeschrieben, aber nicht, um sie jemanden zu zeigen, sondern für mich selbst, damit ich sie nicht vergesse. Irgendwann hatte ich dann meine eigenen Ideen und so fing’s an J

Katja: Du hast Dich für das Genre „Fantasy“ entschieden – in Deinen Büchern geht es im Feen, Magier, Vampire …. Warum gerade dieses Genre? Ist es leichter, in eine andere Welt einzutauchen, wenn man phantastische Geschichten schreibt? Eine Art Flucht vor der Realität?

Rebecca: Ich habe auch schon Geschichten geschrieben, die nicht fantastisch sind, aber Fantasy wird immer mein Lieblingsgenre bleiben. Ich liebe die Möglichkeiten, die dieses Genre bietet. Ich habe mir immer etwas Magisches in meinem Leben gewünscht und als Autor habe ich die einzigartige Möglichkeit, selbst zum Zauberer zu werden, eigene Welten und Wesen zu schaffen und ihnen Leben einzuhauchen. Man schreibt und so passiert es. Es ist das nächstbeste zum Hogwartsletter, das ich bisher gefunden habe.

Katja: Die Aktion „Darf ich bitte: Deutschsprachige Autoren im Interview“ entstand auf Grund einer Initiative von einigen Iron-Buchbloggern. Wir wollen damit erreichen, das die deutschen Autoren mehr in den Vordergrund gestellt werden, mehr Leser erreichen. Wie siehst Du das? Ist es schwer, als deutschsprachige Autorin auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen?

Rebecca: Eine tolle Idee für eine Initiative! Bin ich natürlich dafür J Ich glaube, dass sich in dem Bereich in den letzten Jahren viel getan hat. Früher mussten die meisten deutschsprachigen Autoren sogar teilweise amerikanische Pseudonyme annehmen, weil man den Autoren aus dem Heimatland weniger vertraut hat, gute Romane zu schreiben. Das ist inzwischen zum Glück nicht mehr so, was wir wohl vor allem Social Media Seiten zu verdanken haben, die den deutschsprachigen Autor näher an den Leser bringen. Einfach ist der Markt für uns dennoch nicht. Für die Verlage ist es oft leichter, einen fremdsprachigen Titel einzukaufen, der sich bereits in einem anderen Land Markt bewährt hat, anstatt in einen Debütautor zu investieren.

Katja: Was würde mir ein Blick in Deinen eigenen Bücherschrank verraten? Liest Du mehr fremdsprachige Autoren oder dominieren die deutschsprachigen?

Rebecca: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sehr viel auf Englisch lese und somit dominieren fremdsprachige Autoren meinen Schrank. Es gibt aber auch viele deutschsprachige Autoren, die ich gerne lese wie Jennifer Benkau, Antonio Michaelis oder Kerstin Gier.

Katja: Auf Deiner Homepage findet man neben Informationen zu Deinen Büchern unter anderem auch Designarbeiten von Dir. Sind die Cover zu Deinen beiden Büchern von Dir selbst oder durfte / musste vom Verlag aus ein anderer die Cover gestalten?

Rebecca: Der Ravensburger Verlag hat seine eigene Designabteilung und hat die Cover gestaltet, aber natürlich wäre es ein Traum von mir, einmal ein Buch von mir im Laden zu sehen, bei dem ich das Cover selbst designt habe.

Katja: Welchen Tipp hast Du für die Leser, die gern selbst einmal etwas schreiben würde? Sei es ein ganzes Buch oder doch nur eine Kurzgeschichte?

Rebecca: Noch heute anfangen 🙂 Das ist tatsächlich die größte Hürde. Schreiben wollen viele, aber es tatsächlich versuchen, machen die wenigsten. Sei es zu wenig Zeit oder Versagensängste. Keine Ausreden suchen, sondern ran an die Tasten! Und wenn es nur ein Bericht über das letzte Abendessen ist. Sobald man einmal eingefangen hat, will man dann eh nicht mehr mit dem Schreiben aufhören.

Katja: Und zum Schluss: Gibt es schon ein neues Projekt und wenn ja, magst du uns noch etwas darüber erzählen?

Rebecca: Hach, Projekte gibt es viele, aber Konkretes kann ich leider noch nicht sagen. Wegen einem Steampunkroman laufen gerade Verhandlungen mit einem Verlag und Herbst/ Winter werden voraussichtlich zwei Fantasyromane von mir erscheinen. Für mehr Infos behaltet meine Website oder Facebook Seite im Auge, da poste ich dann alle Neuigkeiten, sobald ich sie verbreiten darf 🙂

 

 

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One Response to Darf ich bitten: Deutschsprachige Autoren im Interview – REBECCA WILD

  1. Jenny sagt:

    🙂
    Ein wenig spät – Ich träume von einem eigenen Haus!
    Dass mein Sohn IMMER Gesund und Glücklich ist, dass
    ich irgendwann viele viele Enkelkinder habe 🙂
    Dass mich mein Mut nie verlässt und dass ich niemals im Leben ein Krieg miterleben muss!

    Das sind meine Träume 🙂

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