Der scharlachrote Pfad von Kerstin Groeper

Dieses Buch ist sehr vielfältig, so dass ich kaum meine ganzen Eindrücke in dieser Rezension beschreiben kann. Eins ist sicher, es hat mich tief beeindruckt, nachdenklich und auch wütend gemacht.  Was hat der weiße Mann dem Volk der Indianer, den Native American, angetan? Mit welcher Rechtfertigung hat sich der weiße Mann, das Land der Indianer angeeignet und die ganze Zeit von Wilden gesprochen?

Kerstin Groeper beschreibt sehr eindrucksvoll das alltägliche Leben im Stamm von Tschetan-withko. Als Leser ist man dabei, wenn die Frauen Holz holen, Beeren sammeln, die Felle der erlegten Büffel zu tragbarer Kleidung bearbeiten oder das Kochen übernehmen. Man nimmt als Leser an den Bräuchen teil, z.B. dem Sommertanz, Schwitzzeremonie, der Weg der Jungen zum Krieger. Ich habe mich beim Lesen als Teil der Gemeinschaft gefühlt und somit ist es mir im Verlauf der Geschichte sehr schwer gefallen, weiter zu lesen. Warum?

Weil man beim Kampf dabei ist, beim sinnlosen Abschlachten und dem Vergehen der US-amerikanischen Soldaten an der Bevölkerung. Viele Stammesmitglieder mussten so ihr Leben lassen und man hat den Schmerz der Überlebend gespürt, konnte nachvollziehen, warum sie in Trauer ihre Haare abgeschnitten und sich tiefe Wunden zugefügt haben. Mich haben die Episoden so unheimlich wütend gemacht, weil ich es so ungerechtfertigt finde und einfach nicht verstehe, ja verstehen werde.

Besonders hat mir auch gefallen, dass eingangs ein Personenregister vorhanden ist, auch eine Landkarte, so dass man sich als Leser immer sicher war, wo gerade die Streifzüge stattfanden und die historische Nachbetrachtung.

Mich hat das Buch gefangen genommen und ich werde alle weiteren Indianerbücher von Kerstin lesen, sie hat mich überzeugt. Für mich ein Leseerlebnis und hier gibt es 5 Sterne mit einem großen Plus!

Daten:
Titel: Der scharlachrote Pfad
Autor: Kerstin Groeper
Taschenbuch
Seiten: 805
Verlag: TraumFänger Verlag (Februar 2014)
ISBN-13: 978-3941485235

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