Die Krieger des Horns 1: Wenn die Sonne untergeht von Josefine Gottwald

Signatur Josefine Gottwald

Das ich gerade das Buch gelesen habe war ein purer Zufall und diesmal meinte es der Zufall wirklich gut. Bis zu dem Zeitpunkt war mit der Name Josefine Gottwald kein Begriff.

Fantasy ist eigentlich nicht so mein Spezialgebiet, ich les es mal mit aber nicht bevorzugt. Jugendbücher? Aus dem Alter bin ich ja eigentlich raus. 

Das Buch hat es geschafft mich komplett zu überraschen, muss ich gestehen. Ein Fantasybuch das in der heutigen Zeit spielt. Jugendliche Protagonisten, ein kleiner Ort in Texas (der aber überall sein könnte) und Einhörner – das alles in einen Topf geschmissen, einmal gut durchgerührt und heraus kommt … tolle Unterhaltung.

Was hat mir besonders gut gefallen? Zuerst einmal das Cover – eine Zeichnung, gemalt von der damals 14 jährigen Autorin, das sehr gut zur Geschichte passt. Legt man alle drei bisher erschienenen Bände nebeneinander ergibt es ein Gesamtbild. Eine schöne Idee.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise, der Schreibstil. Ich weiß, dass die Autorin 14 war als sie die Geschichte geschrieben hat. Und da muss ich sagen, dass mich das total verblüfft. Man merkt zwar, das das Buch nicht von einem „alten Hasen“ sondern einem „Jungspund“ geschrieben wurde, gerade an der Ausdrucksweise, aber vom Stil her hat es mir gut gefallen.

Die Charaktere sind – mit all ihren Ängsten und Nöten, ihren Gefühlen, sehr gut gezeichnet. Glaubhaft vor allen Dingen. Man traut ihnen die Handlungen, die Gedankengänge und das gesagt durchaus zu und nimmt es ihnen ab. Sie sind nicht perfekt sondern Menschlich.

Am Anfang hatte ich ein paar kleine Probleme, den Hintergrund der Geschichte zu verstehen und hab mich mehr auf die Figuren konzentriert. Das kam dann Stück für Stück, je weiter die Geschichte voran getrieben wurde.

Das Pferde eine so wichtige Rolle in dem Buch spielen, hat mir gut gefallen. Ich liebe Pferde und hatte damit in dem Buch nicht gerechnet – also eine gelungene Überraschung.

Durch die Art der Kapiteleinteilung und das die Autorin jede handelnde Person in der Ich-Form selber erzählen lässt, kann sie die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Person sehr gut rüberbringen und verstärken. Man bekommt die Situation hautnah aus der Sichtweise des Erzählenden mit, ist so eigentlich mittendrin, richtig dabei.

Im Vordergrund der Erzählung steht der Kampf gegen das Böse. Der Kampf der Krieger gegen die Dunklen Mächte. Freundschaft und Liebe ist ein wichtiges Thema des Buches, aber auch Verrat. Einfühlsame Szenen gibt es genauso wie erschreckende und düstere Szenen. Humor und Ernsthaftigkeit halten sich gekonnt die Waage und machen das Buch zu einem Lesevergnügen.

Der Kritikpunkt? Ein paar winzige Längen hatte das Buch. Das ist aber kein großes Manko. Weitaus schlimmer für mich: das Buch hat viel zu wenig Seiten, ich hätte gern in dem Moment mehr gelesen. Was ich jetzt tun werde? Einkaufen. Ich brauch unbedingt Band 2 und 3, schließlich möchte ich wissen wie die Geschichte weitergeht.

Für mich war das Buch eine gelungene Überraschung und wenn man bedenkt das die Autorin sehr jung war als das entstanden ist, kann ich nur sagen „Hut ab!“

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