Ein Herz für die Romantik – 4. LoveLetter-Convention in Berlin – Tag 2

Der Wahnsinn geht weiter

Der zweite Tag der LLC begann wie der erste: mit einem gemeinsamen Frühstück im Cafe „Placebo“, gleich gegenüber der Sprachschule. Auch heute waren wir um 7.45 Uhr vor Ort. Das Frühstück schmeckte lecker und so ging es dann kurz vor 9 Uhr hinüber in die Sprachschule zum ersten Programmpunkt des Tages.

Diesmal standen auch 3 Interviews bei mir auf dem Plan. Eines – das mit Nina Bellem – wurde leider krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt. So blieb mir mehr Zeit und Ruhe, den Tag zu genießen.

Auf ging es also um 9 Uhr zu meinem ersten Workshop des Tages. Begleitet wurde ich von einer strickenden Leen und Sandra, die bereits im Raum saß und uns Plätze freigehalten hatte. Danke dafür J Sarah Harvey fungierte an diesem Morgen als „Lehrerin“ und brachte uns unter dem Workshop-Titel „Kurzgeschichten – Eine Anleitung zum Selberschreiben“ bei, wie man am besten anfängt. Der Satz hat sich mir auch eingeprägt. „Setz Dich hin und fang an.“ Simpel, einfach und doch irgendwie viel zu schwer.

Sarah Harvey konnte auf Anhieb alle im Raum in ihren Bann ziehen und das lag sicher nicht nur an der englischen Schokolade, die sie zum Start des Workshops verteilte, sondern hauptsächlich an ihrer lustigen und liebenswerten Art.

Nach dem Workshop war erst einmal wieder „Gartenzeit“ – irgendwie war der Garten in diesem Jahr mein Lieblingsplatz. Hier tummelten sich auch immer mal wieder – oder besser gesagt fast immer – auch Autoren, die gerade nichts „zu tun“ hatten.

An unseren Tisch kamen dann auch Kristina Günak, Susanne Schomann und dann auch Stefanie Ross und es wurde sehr laut, sehr lustig und brachte uns alle so richtig auf Touren. Ich finde es jedes Jahr auf’s Neue immer wieder herrlich, wie sich Autoren und Leser mischen. Wie man miteinander ins Gespräch kommt, lacht und redet – da gibt es kaum Distanzen und jeder hat ein gutes Gefühl dabei.

Der zweite Workshop das Tages rief nach uns – zusammen mit Markus, Karin und Sandra wollte ich mir interessante Fakten zum Thema „Von der Idee zum Roman“ erzählen lassen. Die „Klasse“ saß brav auf ihren Plätzen und hörte gespannt zu, was Kristina Günak und Stefanie Ross zu dem Thema zu sagen hatte. Und es war sehr interessant. Gerade, wenn man auch mal etwas zum Thema Finanzen, Verträge und auch die „negativen“ Seiten des Autor sein hört. Denn eines muss, so haben beide gesagt, jedem klar sein: Wer schreibt, kann sich keine andere Hobbies groß leisten und muss im Vorfeld wissen, wie man Job, Familie & Privatleben überhaupt und das Schreiben miteinander in Einklang bringen möchte.

LLC_Tag 2

Leider musste ich nach einer Stunde den zweiteiligen und damit 2stündigen Workshop verlassen – meine Kopfschmerzen meldeten sich und verlangten eine Pause. Eigentlich wollte ich den Garten, Sandra aber noch kurz zur Fotobox. Zum Glück sag ich da nur, denn da entstanden dann zwei herrliche Bilder. Zum einen mit Petra Hülsmann, der ich wie versprochen noch mein Kochbuch in die Hand drückte. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich sehr darüber gefreut hat und weiß auch, dass sie demnächst mal etwas daraus kochen möchte. Und es entstand ein zweites tolles Foto mit Susanne Schomann.

Dann aber nichts wie in den Garten runter – ausruhen und etwas trinken. Die Kopfschmerzen ließen langsam nach und ich war wieder aufnahmefähig und zu allem bereit.

Die Mittagspause verbrachten Markus und ich zusammen im Cafe gegenüber. Mit dabei Bianca Iosivoni, die mir bei Kaffee, Kuchen und Quiche für ein Interview Rede und Antwort stand. Es war eine herrlich entspannte Mittagspause und ein ebenso entspanntes Interview.

Um 14 Uhr folgte gleich das nächste Interview – diesmal mit Helen B. Kraft, die – ohne Kostüm – bereits im Garten saß und mit ihren Lesern plauderte. Auch das Interview ging reibungslos über die Bühne und ich lernte einmal mehr das auch Autoren ihr Fan-Girl-Moment haben und das macht sie so wahnsinnig sympathisch und greifbar.

Schön während des Interviews, aber auch danach konnte man beobachten, wie sich der Garten so langsam leerte und die Teilnehmer der Convention in den hinteren Teil des Gartens strömten. Die ersten „harten“ Fans waren schon 14.20 Uhr vor der Absperrung … der Absperrung zum Bereich der Aula. Dort sollte, wie auch im letzten Jahr, die Signierstunde stattfinden. Sich anstellen – gut und schön. Aber schon 90 Minuten bevor es los geht?

Markus und ich stellten uns dann etwa eine halbe Stunde vor Öffnung der Tore an und das reichte zumindest mir vollkommen. Man musste sich gleich entscheiden, für welche Reihe man sich anstellen wollte, welches Buch von welcher Autorin sollte es sein? Ich entschied mich gleich für Reihe B – wollte ich doch von Bianca Iosivoni den ersten Teil der Hunters-Reihe haben. Markus ging zuerst in Reihe A – Poppy J. Anderson war hier sein erstes Ziel, genau wie Regina Gärtner und Emily Bold. Die Sonne brannte und auch wenn man sich mit den Mädels um sich herum gut unterhielt, es war heftig. Da fanden wir es doch richtig toll, das der feelings-Verlag Wasserflaschen verteilte. Hut ab – die Aktion war richtig gut und brachte viel der anstehenden zum Lächeln.

Obwohl, die Stimmung war eigentlich die ganze Zeit über sehr ausgelassen und fröhlich.

Mit etwas Verspätung öffneten sich dann die Türen und das große Rennen begann. Immer Grüppchenweise – je Reihe zwischen 6 bis 10 Personen – durften die LeserInnen in die heiligen Hallen und sich für jeweils 1 Ticket ein Buch aussuchen. Drei Tickets bekam man pro Durchgang am Eingang überreicht.

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich drin war. Es war echt toll und ich hab viel mehr Bücher mitnehmen dürfen, als ich mir eigentlich im Vorfeld überlegt hatte. Denn ich wurde durch Begegnungen, durch das Reden mit Autoren und anderen Lesern doch auf etliche Bücher neugierig gemacht.

CIMG8426Nicht so toll fand ich dann die Aktionen der Leser, als einige Autoren eher gehen mussten. Gerade bei Emily Bold, die vier ihrer Titel mit hatte und wo, als sie zum Zug musste, noch viele da lagen. Zuerst stand ein Helfer dabei, der Tickets kassierte, wo man sich ein Buch dann nehmen durfte. Signiert – aber ohne persönliche Widmung halt. Als der Helfer dann auch noch weg war, wurde zugegriffen. Ohne daran zu denken, das andere vielleicht auch gerne noch ein Buch hätten, nahmen sich manche Teilnehmer vier Titel. Eine Aktion, die mich traurig macht. Denn so hatten andere, die weiter hinten standen, keine Chance mehr.

Als ich auf meiner letzten Runde war – da war es schon nach 18 Uhr – bekam ich von Kristina Günak noch Bücher für die Verlosung auf meinem Blog oder zum Verschenken signiert und durfte mir noch eines von Andrea Hackenberg, die auch nicht mehr da war, einpacken.

Die Autoren gaben dann zum Schluss noch die „restlichen“ Bücher ohne Ticket raus, so dass ich schlussendlich mit vielen Schätzen heimreisen durfte. Ein paar sind unsigniert und eigenen sich zum Verschenken, aber viele bleiben bei mir und werden mich immer an die wunderbaren Tage erinnern.

Zum Schluss noch ein paar abschließende Worte:

Vielleicht sollte man sich als Veranstalter überlegen, eine etwas behindertenfreundlichere Location zu suchen. Ich finde es zwar toll, das jeder hilft und die Rollstuhlfahrer die Treppen hochgetragen werden. Aber zum einen ist das nicht immer möglich und zum anderen auch für diejenigen nicht toll, die immer auf Hilfe angewiesen sind.

Ansonsten: DANKE!!

Danke für die tolle Zeit. An die Veranstalter, die Teilnehmer und die Autoren. DANKE an Markus für Deine Begleitung – Du bist der Beste. DANKE an Sandra, Karin und Leen das ihr bei mir ward. DANKE an „meine“ Autoren für Eure Zeit, Eure Geduld und die Interviews.

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6 Responses to Ein Herz für die Romantik – 4. LoveLetter-Convention in Berlin – Tag 2

  1. clarodeluna sagt:

    Huhu Katja,

    da hast du zwei sehr schöne Berichte geschrieben und ich beneide dich jetzt noch mehr. Aber ich habe in diesem Jahr einfach nicht mehr an die LCC gedacht und dann war auch der Urlaub schon gebucht.

    Hast aber sehr schöne Bücher bekommen. *nochmehrneid*

    Grüße

    Brina

  2. Liebe Katja,

    es war wie immer eine große Freude, Dich zu treffen!

    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Susanne Schomann

    • Katja Ezold sagt:

      Liebe Susanne,
      das Kompliment gebe ich – geben wir gern an Dich zurück <3
      Liebe Grüße an Dich und die Familie
      Katja & "Anhang"

  3. Desiree sagt:

    Hallo Katja,

    ein toller Rückblick auf den zweiten Tag, ich finde es ja immer spannend zu lesen, wie andere Besucher die LLC erlebt haben und welche Veranstaltungen sie sich angeschaut haben!

    LG Desiree

    • Katja Ezold sagt:

      Vielen Dank Desiree,
      es ist immer wieder schwierig die richtigen Worte zu finden. Umso mehr freut mich dieses Feedback von Lesern.
      Danke und liebe Grüße
      Katja

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