Katja im Interview … mit Bianca Iosivoni

Das Interview mit Bianca Iosivoni war das vorletzte Interview auf der diesjährigen LoveLetter-Convention und für mich ein Highlight. Es war ein so richtig schöner Schlusspunkt, ein gemeinsames Kaffee trinken und unser Gespräch. Schon an dieser Stelle sage ich DANKE für Deine Zeit, liebe Bianca.

Das Interview mit Bianca Iosivoni war das letzte Interview auf der diesjährigen LoveLetter-Convention und für mich ein Highlight. Es war ein so richtig schöner Schlusspunkt, ein gemeinsames Kaffee trinken und unser Gespräch. Schon an dieser Stelle sage ich DANKE für Deine Zeit, liebe Bianca.

Katja: Was macht den Menschen Bianca Iosivoni aus? Was sind Deine Stärken und Schwächen? Was magst Du und was treibt Dich zur Weißglut?

Bianca: Puh, sich selbst zu beschreiben ist ja immer so eine Sache. Ich bin ein ziemlich ruhiger Mensch und es bedarf wirklich viel, mich zur Weißglut zu bringen. Aber wenn man das mal geschafft hat, gehe ich auch richtig an die Decke. Also Vorsicht. *g*

Im Grunde bin ich aber ein umgänglicher Mensch, begeisterungsfähig, kreativ, definitiv ein bisschen crazy und mitfühlend. Manchmal zu sehr, was man schon wieder als Schwäche auslegen könnte. Fürs Schreiben ist das aber ganz wunderbar, wenn die Autorin bei ihren eigenen Szenen schnieft und so.

Definitiv zu meinen Schwächen zählen mein Perfektionismus, meine Ungeduld und die liebe Aufschieberitis. Ich arbeite unter Zeitdruck am besten, daher lasse ich mich, wenn die Deadline noch weit genug entfernt ist, unheimlich leicht ablenken. Facebook und Co. lassen grüßen. 😉 Aber wenn die Abgabefrist heranrückt, arbeite ich auch knallhart durch. Das richtige Maß an Selbstdisziplin suche ich also noch.

Katja: Du bist ja für mich quasi eine „Neuentdeckung“ als Autorin und ich kenne weder Dich noch Deine Bücher. Kannst Du mich neugierig machen? Warum sollte man unbedingt ein Buch von Dir lesen und mit welchem Deiner Bücher sollte ich unbedingt anfangen?

Bianca: Ich versuche mal, dich neugierig zu machen. Ich schreibe in verschiedenen Genres, sodass bestimmt etwas für dich dabei ist. Von Romantic Suspense über New Adult Romance bis hin zu Fantasy (Paranormal Romance) findest du alles. Was meine Bücher trotz der unterschiedlichen Genres gemeinsam haben? Viel Gefühl ohne Kitsch. Viel Spannung ohne Drama. Dafür Charaktere mit jeder Menge Ecken und Kanten. Mit welchem du anfangen solltest, hängt von deinen Vorlieben ab. Magst du Action, Nervenkitzel und Knistern zwischen den Protagonisten? Dann starte mit „HUNTERS – Special Unit: Vergessen“. Ist dir gerade nach einer süßen Collegeromanze? Dann kann ich dir „Lines of Yesterday“ ans Herz legen. Und wenn du einen kleinen Ausflug ins Übernatürliche machen willst, findest du in „5 Jahre – 5 Geschichten“ eine Kurzgeschichte von mir. Übrigens kann jedes Buch einzeln gelesen werden, auch wenn sie Teil einer Reihe sind.

Bianca Iosivoni_4Katja: Dein Schreibtisch an dem Du arbeitest – ist der immer penibel aufgeräumt oder sieht man auch, dass da jemand dran sitzt und arbeitet? Steht oder liegt da ein Maskottchen oder ein Erinnerungsstück, dass Du gern anschaust wenn es mal nicht weiter gehen will?

Bianca: An meinem Schreibtisch sieht man definitiv, dass daran gearbeitet wird. Links von mir stehen Getränke, manchmal auch Snacks, rechts sind meine ganzen Notizen – von Zetteln über Kalender, Notizbücher bis hin zu Blöcken. Ich schreibe mir gern schnell etwas auf und muss das direkt zur Hand haben. Ein Maskottchen oder dergleichen habe ich nicht, aber rechts an der Wand neben mir hängt ein schöner WORTFORM-Kalender, den mir meine Schwester geschenkt hat. Hinter mir hängen neben jeder Menge Postkarten meine zwei NaNoWriMo-Siegerurkunden. Und um das ganze abzurunden, stehen links meine Bücherregale. Ach ja und mein Desktophintergrund wechselt alle paar Stunden. Meist sind motivierende Bilder und Sprüche zu sehen, die etwas mit dem Schreiben zu tun haben. In so einer Umgebung kann es nur vorangehen. 🙂

Katja: Hast Du Hobbys? Was machst Du in Deiner Freizeit außer zu schreiben?

Bianca: Eine gute Freundin und Autorenkollegin sagte mir mal, da ich das Schreiben zu meinem Beruf gemacht habe, müsste ich mir jetzt neue Hobbys suchen. Und sie hatte Recht. Denn meine Hobbys beschränken sich zurzeit auf Lesen, Kino, Serien und Freunde treffen. Aber ich probiere gern Neues aus. Momentan liebäugle ich mit Klettern und Bogen schießen.

Katja: Derzeit gibt es im TV ja das sogenannte Experiment „Newtopia“. Hand auf’s Herz – würdest Du an so einem TV-Format teilnehmen? Wenn ja, was reizt Dich daran und wenn nein, warum nicht?

Bianca: Ähm. Da muss ich erstmal nachfragen, da ich zu Hause kein Fernsehen schaue. Das ist doch das, wo eine neue Welt geschaffen werden sollte? Die Idee, eine neue Welt zu erschaffen, klingt gut. In Buchform oder als Film. Aber so als Big-Brother-Experiment – nein, daran würde ich nicht teilnehmen wollen.

Katja: Was verrät uns ein Blick in Dein CD-Regal? Was für Musik finden wir darin und welches ist Dein Lieblingsalbum?

Bianca: Man findet erst einmal gar nichts, weil ich kein CD-Regal habe. Aber ich habe jede Menge Mp3 auf meinem Rechner. Du würdest wirklich alles finden. Ich habe aktuelle Pop- und Rock-Musik und auch eher in Richtung epische Musik, Filmmusik, Techno hab ich auch, sowie ein paar Oldies. Eine bunte Mischung – querbeet und von jedem etwas.

Katja: Es wird Sommer, die Urlaubszeit steht bevor. Gibt es Reisepläne? Wohin zieht es Dich in diesem Jahr?

Bianca: Nicht für den Sommer. Ich war ja in diesem Jahr schon so viel unterwegs. Ich war Anfang des Jahres in Irland, dann in Leipzig auf der Buchmesse und jetzt hier in Berlin. Im Herbst vielleicht noch mal Irland oder Frankfurt zur Buchmesse. Deshalb: Sommer auf Balkonien.

Katja: Irland? Bist Du auch ein Whiskyfan?

Bianca: Kein Whiskyfan, sorry. Wobei ich den Whisky direkt vor Ort noch nicht probiert habe, also könnte sich das noch ändern. Aber ich liebe das Land, die Natur, die Menschen, die ganze Stimmung. Als wir dort waren, mussten wir auch ganz klassisch ein Guinness in der Temple Bar in Dublin trinken.

Katja: Ich überlege immer lange, welche Bücher mit auf Reisen gehen. Dürfen auch bei Dir Bücher im Urlaubsgepäck auch nicht fehlen? FotosBegleiten Dich dann eher „echte“ Bücher oder doch eher E-Books?

Bianca: Beides. Die echten Bücher suche ich mir ganz sorgfältig aus und natürlich kommt mein E-Book-Reader mit. Meist nehme ich zwei Taschenbücher mit und für den Rest meinen Kindle. Da hat man genug Auswahl im Urlaub.

Katja: Im Sommer erfrische ich mich am liebsten mit ….

Bianca: Cola – eiskalter Cola.

Katja: Bist Du regelmäßig im Internet unterwegs? Gibt es da Seiten, Blogs, die Du regelmäßig verfolgst? Wo sollte man unbedingt mal vorbei schauen?

Bianca: Ich bin oft im Internet unterwegs, leider auch viel zu viel auf Social Media. Natürlich kenne ich ein paar Blogs, die ich gerne und immer wieder mal lese, da ich die Blogger durch die Messen meist auch persönlich kenne. Ein Blog, auf dem ich immer gern vorbeischaue ist „Lectures of Life“ von Yvonne. Sie ist auch meine Betaleserin und da wir einen ähnlichen Buchgeschmack haben, finde ich bei ihr immer etwas. Ansonsten habe ich über Facebook und Twitter viele Blogs abonniert und klicke sie an, wenn die neuesten Meldungen spannend klingen. Dadurch wächst mein SUB natürlich ins Unendliche.

Dasselbe mache ich übrigens auch mit Blogs, die sich mit dem Schreiben beschäftigen. Die Blogs von K. M. Weiland (Helping Writers Become Authors) und Joanna Penn (The Creative Penn) kann ich allen Autoren und angehenden Autoren nur ans Herz legen.

Katja: Nun aber mal zum der diesjährigen LoveLetter-Convention. Wir sitzen ja hier gerade gemütlich im Cafe gegenüber des Veranstaltungsorts zusammen. Wie war Dein Tag heute bisher? Was hast Du alles schon erlebt?

Bianca: Also im Vergleich zu gestern war er sehr entspannt. Gestern bin ich von Termin zu Termin gehetzt. Heute ist es etwas ruhiger gewesen. Erst ein Meet & Greet im Garten – das war echt schön. Dann war ich in der Autorenlounge, habe mit Susan Elizabeth Phillips geredet – mein persönlicher Fan-Girl-Moment – und dann war ich bei meiner Lesung. Ja, und zuletzt war gerade noch ein Round Table zum Thema „Paranormal Romance“ mit den US-Autorinnen Tina Folsom, Colleen Gleason, Thea Harrison, J. Kenner und Erin McCarthy. Wie gesagt, es war entspannter als der Tag vorher.

Katja: Welche Veranstaltung hat Dir bisher am besten gefallen?

Bianca: Ich habe mir ein paar Veranstaltungen anschauen können und fand den Workshop Worldbuilding – Bastle dir deine eigene Welt“ mit  Tina Folsom und Colleen Gleason richtig gut. Wir haben unsere eigene Fantasy-Welt erstellt und das hat richtig Spaß gemacht. Zum Schluss wollten wir alle das Buch zu dieser Welt schreiben.

Katja: Über welche Begegnung hast Du Dich bisher am meisten gefreut bzw. wartest Du vielleicht noch auf ein ganz besonderes Treffen?

Bianka: Ich hab mich natürlich über meine ganzen Autorenkolleginnen gefreut, sie kennenzulernen, mit ihnen zu reden. Ganz besonders Stefanie Ross. Wir haben die ganze Zeit über hin und hergeschrieben und unseren Workshop vorbereitet. Aber tatsächlich kennengelernt haben wir uns erst eine Minute vor dem Workshop selbst.

Meinen Fan-Girl-Moment hatte ich mit Susan Elizabeth Phillips. Sie saß in der Autorenlounge und ich musste eigentlich zu meiner Lesung, aber ich habe es mir nicht nehmen lassen, sie kurz anzusprechen. Ihre Bücher stehen schon seit Jahren in meinem Bücherregal. Wir haben uns darüber unterhalten und über das Schreiben und sie war sooo nett! Leider hat die Zeit nicht für ein Foto ausgereicht.

Katja: Wie sah Deine Vorbereitung für die LLC aus? Was hat Dir mehr Kopfschmerzen gemacht? Was Du anziehen sollst? Wie es sein wird?

Bianca: Ehrlich gesagt war die Kleidungsfrage wirklich mein größtes Problem. *g* Aber bei diesem wechselhaften Wetter auch kein Wunder. Nach zehnmal ein- und umpacken hat es dann zum Glück gepasst. Ansonsten haben Steffi und ich die Präsentation für unseren Workshop vorbereitet, aber da wir das zu zweit gemacht haben und uns von Anfang an ziemlich einig waren, war das sehr entspannt. Auf die Lesung musste ich mich natürlich auch vorbereiten: Szenen raussuchen, kürzen (mit Bleistift!), lesen üben und die Zeit messen. Man will schließlich nicht zu lang oder zu kurz lesen.

Katja: Wie bereitet man sich grundsätzlich auf ein solches Event vor?

Bianca: Ich finde, die LLC-Fangroup auf Facebook bereitet einen schon super darauf vor. Anfangs war ich nervös, aber nachdem mir so viele Leute versichert haben, wie schön und familiär es auf der LLC zugeht, hat sich meine Nervosität gelegt. Abgesehen davon und den obigen Vorbereitungen habe ich mir noch die Wege und Fahrstrecken rausgesucht, um in Berlin nicht verloren zu gehen. Und sonst? Ganz viel Vorfreude!

Katja: Auf der LLC sind auch sehr viele Blogger unterwegs. Kennst Du welche persönlich und welche Blogs sollte man sich Deiner Meinung nach unbedingt anschauen?

Bianca: Ja, einige kenne ich persönlich, andere bisher nur online. Unbedingt anschauen sollte man sich natürlich deinen Blog, liebe Katja, und den der lieben Britt mit Lifestyle-Familie. Auch der Bücherquatsch ist toll und die Mädels machen das super. Wer mir auf der LLC irgendwie entwischt ist, ist Desiree von Romantic Bookfan. Sie war in unserem Workshop, aber ein gemeinsames Foto haben wir leider nicht geschafft.

Katja: Es gibt ja eine regelrechte „Autorentauschbörse“ – viele Autoren wollen von anderen anwesenden Autoren deren Bücher signiert haben. Auch von Dir habe ich das schon gelesen. Auf welche Bücher bist Du „scharf“?

Bianca: Auf die Bücher von der lieben Stefanie Ross. Sie hat mich erst darauf gebracht und kam dann vor der Signierstunde auch mit ihren Büchern vorbei, während ich mich noch orientiert habe. Das war klasse. Ansonsten hatte ich gar nicht wirklich den Überblick, zum Schluss aber plötzlich doch einige Bücher in meiner Tasche. Keine Ahnung, wie die da reingekommen sind. 😉

Katja: Ich habe mir während der Signierstunde auf der LoveLetter-Convention den ersten Band der Hunters geholt (und mein Freund den zweiten gleich dazu) und sofort gelesen. Du erwähnst in dem Band unter anderem den Film „Fast and Furiuos“ Warum gerade dieser Film? Ist das ein Lieblingsfilm von Dir?

Bianca: Ja, die „Fast and Furious“-Reihe gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Action, Straßenrennen, starke Frauen und coole Kerle, gespickt mit einer nachvollziehbaren Handlung. Was will man mehr? J

Ich war sehr betroffen, als Paul Walker gestorben ist und kann es, ehrlich gesagt, bis heute nicht richtig fassen. Dafür bin ich umso froher, dass es FF7 gibt und sie den Film Paul Walker gewidmet haben. Und so ein kleines großes Bisschen hoffe ich, dass die Geschichte um die Crew noch nicht fertig erzählt ist und wir auf weitere Filme hoffen dürfen.

Katja: Und meine letzte Frage: Auf meinem Blog geht es ja auch um das Kochen, um Rezepte. Hast Du vielleicht ein Lieblingsrezept, was Du mir bzw. den Lesern meines Blogs verraten würdest?

Bianca: Ich muss gestehen, ich koche selbst nicht viel, sondern gehe lieber essen oder lasse mich bekochen. Aber wenn ich doch mal den Kochlöffel schwinge, sind Nudelaufläufe meine Spezialität. Eines meiner Lieblingsgerichte ist ein Gnocchiauflauf mit Spinat und Tomaten. Das Rezept habe ich von Chefkoch und ein kleines bisschen abgeändert:

Zutaten:
– 5 Kirschtomaten (ich nehme meist mehr)
– 1 Packung Spinat (viel, viel Spinat)
– 1 Crème fraîche
– 500g Gnocchi
– 2 Kugeln Mozzarella
– Parmesan (so viel das Herz begehrt)
– 1 Zwiebel
– Olivenöl
– Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano

Als Erstes die Zwiebel kleinhacken und im Olivenöl glasig anbraten. Dann den TK-Spinat in die Pfanne und auftauen lassen. Crème fraîche dazu und umrühren, damit es eine cremige Soße ergibt. Mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Oregano würzen.

Die Tomaten vierteln oder in Scheiben schneiden – ganz nach Belieben. Anschließend zur Spinatsoße dazugeben und etwas köcheln lassen.

Die Gnocchi ungekocht (!) in eine Auflaufform geben und Parmesan darüber streuen. Dann die Sauce darüber und alles vermischen. Bei größeren Auflaufformen kann man das auch prima schichtweise machen. Anschließend den geschnittenen Mozzarella darüber verteilen und ab in den Ofen damit. Ca. 40 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Fotos: Bianca Iosivoni / Markus Schulze

 

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