Leipziger Buchmesse – Susanna erzählt

Heute gehen wir noch einmal zurück in den März … zurück zur Leipziger Buchmesse. Susanna lässt uns noch einmal die tollen Tage erleben und erzählt, wie sie den Messe-Donnerstag erlebt hat. Es ist März und die Leipziger Buchmesse stand an. Da ich privat recht eingespannt bin, war meine Organisation für Zugfahrt und Programm auf der Messe sehr kurzfristig erst Mittwoch früh hatte ich meine Fahrkarte und einen Plan, wann ich wo hinwollte.

Donnerstagmorgen startete ich also morgens um 4 Uhr zum Bahnhof, da ich außerhalb von Berlin wohne (mit 30 Minuten Fußweg zum Bahnhof), plante ich viel Zeit ein, einfach um nicht in Stress zu geraten. Um 5.30 Uhr war ich am Berliner Hauptbahnhof, wo ich eine Stunde später abfahren sollte. Da ich zu früh war, meldete ich mich ganz entspannt am DB Schalter, (wo ich den Mobilitätsdienst angemeldet hatte) und holte mir etwas ganz wichtiges: den ersten Kaffee des Tages!

Dann ging es runter zum Bahngleis, wo ich auf einen  Mitarbeiter der Deutschen Bahn wartete, hier schlich sich Nervosität ein, da der Zug einfuhr, aber kein DB Mitarbeiter in Sicht war und ich ja Einstiegshilfe benötigte. Dann kam sie endlich! Hebebühne an den Wagon rangiert und los ging, bis uns der freundliche Schaffner damit begrüßte, dass das WC kaputt sei, aber das war für mich kein Problem, da der Weg nach Halle, wo ich umsteigen wollte,  ja nicht allzu weit ist. Also rein und den Zug und los ging im ICE nach Halle (Saale). Um mir entspannt die Zeit zu vertreiben machte ich mir meinen  MP3 Player an und las auf meinen Reader den 4. Teil der Hexenreihe von Kristina Günak. Und ihr könnt mir glauben, man wird extrem komisch angeschaut wenn man vor 7 Uhr laut im ICE lachen muss. So verging die Zeit sehr schnell und ich war in Halle angekommen, von wo ich mit der S Bahn weiterfahren sollte. Auch hier halfen mir sehr nette Mitarbeiterinnen der DB, so dass ich sicher in der S Bahn zum Messegelände Leipzig saß, die ziemlich überfüllt war. In Leipzig erst mal angekommen, war Chaos auf den Bahnsteigen, da viele Schulklassen unterwegs waren, und man sich ja unbedingt auf dem engen Bahnsteigen sammeln musste, anstatt unten , so dass ich gut 10 Minuten brauchte, um zum Fahrstuhl zu gelangen, es war einfach kein Durchkommen – auch durch höfliches Fragen nicht.

Nach dreißig Minuten warten auf Katja, in denen ich die Leute beobachtete, die zur Messe stürmten, kam sie dann 😉 mit Heike, eine sehr liebe Bloggerin, im Schlepptau. Gemeinsam „liefen“ wir zum Messegelände, die Straßenbahnen waren mir einfach zu voll. Katja musste zum Pressezentrum, Heike und ich zum Haupteingang. Nach einer, sehr kurzen, Sicherheitskontrolle wurden wir zu einem Seiteneingang bei der Manga-Halle gelotst, wo ich mir erstmals meine Karte kaufte. Und hier begann das Chaos. Sowohl Heike und ich mussten eigentlich zur Garderobe am Haupteingang (ich wollte meine Reisetasche abgeben), und die Sicherheitsleute leiteten uns durch die Glasröhre an der Manga-Halle. Wer die Messe kennt, wird hier den Kopfschütteln. Da die sehr voll war, und wir gegen den Strom mussten, kostete es uns Zeit und Nerven, bis wir in der Glashalle und an der Garderobe waren, Taschen abgeben konnten und weiter konnten.

Ziel war der Stand der Loveletter-Convention, wo wir versuchen wollten, einen der sehr beliebten Goodiebeutel zu bekommen und unsere Karte für das Gewinnspiel auszufüllen. Danach trennten Heike und ich uns und ich schlenderte entspannt durch die Halle, einfach um zu schauen. Um elf Uhr ging es zurück zum Stand der Convention, um Bianca Iosivoni zu treffen. Hier traf ich Katja wieder und wir schwatzen entspannt mit Bianca (ich holte mir eine Autogrammkarte, da ich mein Büchlein vergessen hatte) und dann kam auch schon die erste Ziehung der Gewinnaktion. Und ich hatte tatsächlich Glück und gewann eine Tasche in grün von der 2. Convention, bis zum Rand gefüllt ;).

Danach machte ich mich auf den Weg, mir die anderen Hallen anzuschauen, hauptsächlich Halle 2 und 4. In Halle 2 suchte ich zuerst den Drachenmondverlag, da ich mir ein Buch kaufen sollte, welches ich zwar schon auf dem Reader hatte, es aber auch unbedingt als Taschenbuch haben wollte. Hier kam ich erst mal kaum an den Stand heran, da er sehr voll war, aber nach vorsichten Nachfragen vom Rand aus konnte ich mein Buch kaufen. Stöbern konnte ich leider nicht, dafür war es einfach zu voll.

Danach schaute ich mir entspannt die anderen Stände an, immer mit einem suchenden Auge, da ich auf der Suche nach einen Kinderbuch für Erstleser war. Ich wurde dann am Loewestand fündig. Danach suchte ich den Stand von Carlsen auf in der Hoffnung ein paar Leseproben vom IMPRESS zu finden, die waren aber leider schon weg, auch am Freitag hatte ich kein Glück welche zu bekommen.

Also ging es weiter in Halle 4.

Auch hier merkte ich ein Problem, was mir schon in Halle 2 auffiel: ich kam an einige Stände nicht heran, da sie auf einen niedrigen Podest standen. Die Kanten waren zwar abgeschrägt, aber nicht genügend, damit Rollstuhlfahrer ohne Hilfe herauf konnten. Ebenso waren die Gänge an den Ständen oft zu schmal, so dass ich nicht hindurch kam. – dies fand ich echt schade, da ich dieses Problem letztes Jahr kaum hatte. So sah ich interessante Bücher vom Cover her nur von weiten, nachfragen war mir in den Menschenmengen oft unangenehm.

Kurz vor 14 Uhr ging ich wieder in Halle 5, da die 2.Ziehung der Gewinnkarten anstand (eine neue Karte hatte ich schon eingeworfen) und…. ich konnte es kaum glauben: ich wurde wieder gezogen 😉 diesmal gewann ich ein Wochenendticket für die Convention. Da ich selber aber schon eins hatte konnte ich es an eine freudestrahlende Katja weiterreichen 😉 die am Stand von Amazon bei einer Lesung saß.

Danach suchte ich mir eine ruhige Ecke mit einem Kaffee und las ein paar Seiten, inzwischen war ich geschafft. Nach einer Stunde Ruhe ging es mir etwas besser und ich machte mich auf die Suche nach Katja.  Gegen 17.30 Uhr machten wir uns auf den Weg, Katja übers Pressezentrum, ich holte meine Tasche von der Gardarobe und musste erst mal schauen, wie ich 2 Umhängetaschen in meine Reistasche verstaute ;). Danach ging es raus, wo Katja schon wartete.

Nach einen Blick auf die Menschenmassen, die an der Straßenbahnhaltestelle anstanden entschieden wir uns, zu Fuß zum Bahnhof zu gehen. Ab in die S Bahn in Richtung Hauptbahnhof. Hier ergatterte ich dank Katja den Rollstuhlplatz, der eigentlich schon von einem Fußgänger besetzt war. Am Hauptbahnhof machten wir uns entspannt auf die Suche nach dem DB Stand, wo wir uns anmelden mussten. Hier mussten wir laut lachen da der Mitarbeiter laut durch Walki Talkie seine Kollegin verständigte: “Dein Rollstuhl steht schon hier und wartet“. Mein Gedanke war: “nein das ist mein Rollstuhl ;)“

Die nette Mitarbeiterin kam auch kurz darauf und brachte uns zum IC , wo wir informiert wurden das der Zug defekt war. Für uns erst mal ein Schock, waren wir doch müde und wollten einfach nur nach Dresden. Aber die DB war sehr schnell, es wurde ein Ersatzzug organisiert, so dass wir mit nur 9 Minuten Verspätung auf der Strecke waren. Die Zeit im Zug nutzte Katja um sich Notizen zu machen, ich hörte Musik und las. In Dresden angekommen, war ich recht schnell in der  Jugendherberge, so dass ich erschöpft gegen 22.30 im Bett lag.

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