Sieben Minuten nach Mitternacht

Susanna hatte im Dezember die Gelegenheit, bei einer Pressevorführung – einer Premiere – zu einem Film dabei zu sein. Am 4. Mai startete der Film nun ganz offiziell in den Kinos und nun kann auch Susanna ihre Meinung zu dem Film an uns weiter geben.

Im Dezember  konnte ich zur Pressevorführung zu sieben Minuten nach Mitternacht. Um was es in diesem Film geht und wie ich ihn fand lest ihr jetzt.Vorab: ich hatte kurz vor dem Film nur einen Trailer gesehen, den ich zwar interessant fand, wo ich aber nicht raus sehen konnte, um welche Thematik es sich in diesem Film handeln würde. So wurde ich etwas überrascht

Inhalt:

Der 13-jährige Conor O’Malley lebt bei seiner kranken Mutter, jedoch verdrängt er die Tatsache, dass sie in naher Zukunft sterben könnte, denn sie leidet an Krebs im Endstadium. An der Schule fühlt sich Conor nicht wohl, denn dort ist er ein gepeinigter Außenseiter und wird von Harry und seiner Bande schikaniert und gehänselt. Conor  wird immer wieder von Albträumen geplagt, in dem seine Welt zerfällt und seine Mutter einen Abgrund hinabzustürzen droht. Er versucht seine Gefühle zu verarbeiten, indem er zeichnet. Da sich der Gesundheitszustand seiner Mutter verschlimmert, soll Conor zu seiner strengen Großmutter ziehen.

Als er eines Nachts, sieben Minuten nach Mitternacht, aus einem Albtraum erwacht, hat sich eine große Eibe auf dem Friedhofshügel, den er durch sein Fenster hindurch sehen kann, plötzlich in ein knorriges Monster verwandelt und wird zudem immer größer. Die Eibe erzählt dem Jungen eine erste und in den folgenden Wochen zwei weitere Geschichten. Das Monster verlangt, dass Conor bei ihrem vierten Treffen im Gegenzug etwas erzähle, was der Wahrheit entspricht. Die vierte Geschichte soll Conors eigene werden.

Umsetzung:

Die Thematik ist sehr emotional und ich hatte aus persönlichen Gründen ein mulmiges Gefühl, als ich nach einigen Minuten die Thematik erfasste. Trotzdem wurde ich positiv überrascht!

Lewis MacDougall als Conor spielt die unheimlich bewegende Rolle des durch die Krankheit der Mutter traumatisierten Jungen sehr gut. Allein mit seiner Mimik machte er seine Gefühle klar deutlich und spielte die Rolle deshalb sehr authentisch. Auch die Rolle der strengen Großmutter, mit Sigourney Weaver, ist ideal besetzt.

Die hoch kritische, emotionale Situation zwischen Großmutter(die die Versorgung von Conor übernommen hat) und Connor kommt super rüber. Man kann mit allen Charakteren mitfühlen und die Emotionen und darauffolgenden Handlungen vollkommen nachvollziehen.

Die Mutter, gespielt von Felicity Jones, nahm für mich nur eine Nebenrolle ein, um die es zwar ging, im Film aber nur Phasenweise präsent war.

Der Vater, gespielt von Toby Kebbell, war für mich nur eine negative Nebenrolle, die aber schon eine wichtige Position in den Gründen einnimmt, wieso Conor in bestimmten Situation auf eine bestimmte Art handelt.

Eine wichtige Rolle im ganzen Film nimmt die Eiche, gespielt von Toby Kebbell und Liam Neeson , ein. Ihm öffnet sich Conor nach und nach und kann letztendlich zu seinen Gefühlen stehen. Die Eiche kam für mich manchmal etwas gruselig rüber, hat aber im ganzen Film eine zentrale Rolle. Inge-samt fand ich die Besetzung super passend und die Umsetzung der Handlung sehr gut gelungen!

Die Fantasieelemente sind, für mich, sehr dezent umgesetzt, was insgesamt sehr stimmig mit der Handlung war.

Gedreht wurde der Film in England, sodass man die typische englische Kleinstadtidylle und das typische englische Wetter passend zur Handlung vor Augen hatte. Auch die Filmmusik, die von  Fernando Velázquez komponiert  wurde, fügt sich dezent aber äußerst wirkungsvoll in den Film ein. Zur Synchronisation kann ich nichts sagen, da der Film in der Originalsprache ausgestrahlt wurde, mit englischem Untertitel. Ich kann aber nur empfehlen den Film im Original, also auf Englisch zu schauen, es ist leicht verständlich.

In Deutschland hat der Film eine Altersempfehlung von 12 Jahre, welche ich als passend empfinde.

„Der Film behandelt Themen wie Trauer, Abschied und kindliche Albträume. Dies geschieht in einer jugendgerechten Weise, die Zuschauer ab 12 Jahren nicht überfordert. Kinder ab diesem Alter sind durch ihren Entwicklungsstand fähig, die Themen des Films zu verstehen und die Fantasy-Darstellungen angemessen zu verarbeiten. Zwar gibt es einige emotionale und teilweise ängstigende Szenen, aber auch diese bewegen sich in einem Rahmen, der Kinder ab 12 nicht nachhaltig belastet. Zudem vermittelt das liebevolle familiäre Umfeld des Jungen Sicherheit und stärkt die Zuversicht für ein gutes Ende.“ (Zitat: https://www.spio-fsk.de/?seitid=2737&tid=469&Vers=1&FGID=3875 Freigabe Altersbegründung)

Meine Meinung:

Ich fand den Film super gemacht und umgesetzt, sehr emotional und rief bei mir so einige Gefühle hervor. Besonders hat mir die Rolle von Conor gefallen, der mit allen Emotionen kämpfte , die ich absolut nachvollziehen konnte, aber auch die am Anfang unsympathisch wirkende Großmutter konnte mich überzeugen und war am Ende gar nicht mehr unsympathisch. In diesem Film wird die Themen  „Tod und Trauer“ sensibel, aber ehrlich verarbeitet.

Ich kann diesen Film nur aus vollem Herzen empfehlen!

Daten:
Laufzeit: 1 Stunde und 49 Minuten
FSK:  ab 12
Regie: J. A. Bayona
Genre: Fantasy, Drama
Musik: Fernando Velazquez
Drehbuchautor: Patrick Ness
basierend auf: Patrick Ness
Hauptdarsteller: Lewis MacDougall (Rolle: Conor), Sigourney Weaver (Rolle: Grandma), Felicity Jones (Rolle: Mum), Toby Kebbell (Rolle: Dad), Liam Neeson (Rolle: The Monster), James Melville (Rolle: Harry), Oliver Steer (Rolle : Sully)

 

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