Die Aufregung in der vergangenen Woche war hoch – bei den Kindern der 5e, dem Klassenlehrer Herrn Lippert und der Elternsprecherin. Vielleicht, aber nur vielleicht, war auch die Autorin ein wenig nervös, die sich am Freitagnachmittag auf den Weg in die Freie evangelische Schule in Dresden machte? Wer weiß. Besonders aufgeregt war wahrscheinlich Florentine, die Frauke Angel, die Autorin die erwartet wurde, ja bereits kannte und interviewt hatte.
Ein paar fleißige Helferlein waren bereits um 16 Uhr in der Schule zu Gange, bereiteten 2 der Klassenräume als Schlafräume vor, räumten in einem kleinen Teil der Mensa die Tische an die Seite und stellten Stühle im Halbkreis auf. Nach und nach kamen die Eltern hinzu, brachten Essen und Getränke, die Kinder fanden sich und tobten durch das Schulhaus, über den Hof und richteten, wenn sie zu den Übernachtungsgästen gehörten, ihre Schlafecke ein.

Kurz vor 18 Uhr kam die Dresdner Autorin Frauke Angel an der Schule an, wurde von Klassenlehrer, Elternsprecherin und den Schülern freudig begrüßt. Florentine sprang ihr direkt in die Arme und wurde mit einer dicken und liebevollen Umarmung begrüßt.
Nachdem alle angekommen waren, auch einige Schülerinnen und Schüler der 5c mit ihrer Klassenlehrerin und der Schulpsychologe Herr Rost waren dabei, wurde das von den Eltern liebevoll vorbereitete Büffet eröffnet und alle konnten sich stärken. Dabei kamen alle miteinander ins Gespräch und auch die Autorin wurde von dem ein oder anderen Schüler bereits mit Fragen gelöchert.

Kurz von 19 Uhr startete die Lesung und alle Anwesenden – ganz ohne Ausnahme – hörten von Anfang an gespannt zu. Und man war sich einig: diese Lesung war etwas Besonderes: Die Autorin blieb während der Lesung nicht ruhig sitzen, sondern war auf ihren Rollschuhen, die sie kurz vorher angezogen hatte, immer in Bewegung. Und sie las nicht nur, sie spielte. Ausdrucksstark, mit viel Leidenschaft zog sie alle in ihren Bann, alle waren von der lustigen, berührenden und emotionalen Geschichte gefesselt.
Nach der Lesung stellte sie sich den Fragen der Kinder, die so vielfältig waren wie die Kinder selbst. Sie reichten von „Wie viele Bücher haben Sie bereits geschrieben?“ (20 verschiedene Titel), über „Was ist ihr Lieblingsbuch von denen, die sie geschrieben haben?“ (immer das aktuelle Buch) bis hin zu „Was essen sie am liebsten?“ (vieles, aber am liebsten scharf). Die Autorin beantwortete jede einzelne Frage, erzählte auch etwas über die Arbeit als Autorin, von ihren Erfahrungen und von der Wichtigkeit der Buchblogger. Und sie erwähnte auch, das Florentine bereits ihre Bücher rezensiert und sie interviewt hat 🙂

Zum Schluss bekam die 5e noch ein Geschenk: drei verschiedene Bücher der Autorin durften im Klassenverband einziehen und alle anwesenden Kinder durften sich zur Erinnerung noch Lesezeichen aussuchen und mit nach Hause nehmen.

Dann war der Lesungsteil beendet – ein Teil der Kinder wurde von den Eltern wieder abgeholt, der Rest wanderte nach oben in die Klassenräume, wo der zweite Teil der Lesenacht startete. Wie man später hörte, war die Nacht kurz aber ruhig, es wurde sowohl im Jungen- als auch im Mädchenschlafraum noch lange vorlesen. Bei den Jungs war es „Beast Quest: Ferno, Herr des Feuers“, was der Klassenlehrer noch komplett an dem Abend vorgelesen hat. Kompliment – dafür waren die Mädels zu müde. Im Mädchenschlafraum wurde das „Tagebuch eines Überfliegers“ weitergelesen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen war die Lesenacht endgültig beendet, die Kinder wurden nach und nach abgeholt, die Räume wieder aufgeräumt. Und alle waren sich einig: Gerne und jederzeit wieder.
DANKE für diese wunderbare Erfahrung einer Lesenacht. Ein riesiges „Dankeschön“ an den Klassenlehrer Herr Lippert für das Vertrauen; an zwei wunderbare Mamas aus der Klasse, die mich bei der Planung unterstützt haben. Ein großer Dank geht auch an den Schulpsychologen und einen Papa, die die Betreuung über Nacht mit abgedeckt haben und ein ganz besonderes DANKE an Frauke Angel für die wunderbare Lesung.


