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Das Mädchen das den Himmel berührte von Luca Di Fulvio

Dieses Buch war das Buch des Monats September – ausgesucht durch die Besucher meines Blogs. Ich war sehr auf das Buch gespannt, kann aber letztendlich nur 3 von 5 möglichen Punkten geben.

Weniger wäre mehr … so kann ich nach dem ich das Buch „Das Mädchen das den Himmel berührte“ zu Ende gelesen habe, leider nur mein Fazit begonnen.
Ich hab von Luca Di Fulvio sehr viel gutes gehört bisher. Sein Buch „Der Junge, der Träume schenkte“ wurde überall hochgelobt und schon daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Vom Klappentext her klang „Das Mädchen das den Himmel berührte“ sehr vielversprechend und interessant. Italien, speziell Venedig ist hier die Stadt um die sich alles dreht. Das beginnende 16. Jahrhundert der Zeitraum und die Unterschicht der Rahmen der Handlung. Da hinein gepackt drei Figuren, um die sich alles drehen soll. Tatsächlich sind es viel mehr Protogonisten, was das ganze beim Lesen irgendwann sehr unübersichtlich wird. Dazu hat der Autor viele Themen gepackt, die behandelt werden. Das Judentum spiel dabei genauso eine Rolle wie die Hexenverfolgung und Scharlatanerie.
Vom Grundsatz her mag ich es, wenn es Buch spannend ist, Wissen vermittelt und mit mitreißt. Ein guter Roman lebt von der Vielfältigkeit – von der Vielfältigkeit der Charaktere und der Begebenheiten. Allerdings sollte man ein gesundes Mittelmaß finden. Hier muss ich sagen, ist es nicht zu 100% gelungen. Es wirkt überladen und das leider in jeder Hinsicht. Zuviele handelnde Persönlichkeiten; zu viele Handlungsstränge bei denen es mir richtig schwer viel die Übersicht zu behalten. Und viel zu viele Themen, die behandelt wurden. Hier hätte es sicherlich gereicht, wenn ein oder zwei Themengebiete behandelt wurden wären.
Auch sprachlich hatte ich immer mal wieder das Gefühl, es passt nicht. Einerseits detailreich und sprachgewaltig – teilweise auch hier zu detailiert. Andererseits passte die Sprache nicht immer in die damalige Zeit. Teilweise war es doch zu „neuzeitlich“.
Auf Grund der Überfrachtung hatte ich Mühe, immer dran zu bleiben. Hatte ich Probleme mit den Protagonisten warm zu werden, mich zu 100% auf sie einzulassen.
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