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Fatale Bilanz von Stefanie Ross

Der Autorin Stefanie Ross ist es mit diesem Buch gelungen, ein Meisterwerk abzuliefern. Ihr gelingt es von der ersten Sekunde, von der ersten Seite an, den Leser in ein spannendes Abenteuer voller Dramatik, Action aber auch viel Gefühl.
Fangen wir bei der Geschichte an: fesselnd, glaubhaft, durchstrukturiert und dabei voller überraschender Wendungen und Ereignissen, mit denen der Leser in dem Moment genau so nicht rechnet. Man merkt hierbei, dass die Autorin weiß von was sie schreibt, dass sie sich im Bankenwesen auskennt und sich mit der Polizeiarbeit und weiterer Akteure stark auseinander gesetzt hat.

Wohl genau aus dem Grund ist die ganze Geschichte auch sehr glaubhaft und daher gut nachvollziehbar. Sehr gut finde ich auch, dass die Spannung immer gehalten wird und das ganze Buch über nicht abflacht. Das durchzuziehen gelingt nicht jedem Autor.

Das Thema ist in meinen Augen nach wie vor sehr aktuell und gerade durch die Zusammenarbeit mit anderen „Diensten“ teilweise ein heikles Thema. Aber die Autorin hat es gekonnt umgesetzt und zu all der Action und Spannung kommt eine gute Portion Liebe und Freundschaft. Einmal gut durchgeschüttelt und die Mischung ist perfekt.

Der Schreistil ist sehr flüssig und von einer guten Portion Humor durchsetzt. So manches Mal habe ich bei den Wortwechseln der Protagonisten schmunzeln oder so gar lachen müssen.

Die eher unkonventionelle Zusammensetzung des Ermittlerteams und deren Freunde hat mir beim Lesen super viel Spaß gemacht. Die Charaktere sind so wunderbar echt, so lebensnah, das man das Abenteuer gern mit ihnen durchsteht und alle gern näher kennen lernt. So sind sie durchweg alle sympathisch – bis auf die Bösen natürlich – und was das Beste ist, sie entwickeln sich weiter. Natürlich entwickelt man zu seiner speziellen Lieblingsfigur eine besondere Beziehung, erlebt alles mit ihm und bangt ob alles gut geht. Mir erging es da nicht anders, wobei mir nicht ganz klar ist, welcher der Hauptcharaktere mein Liebling ist – die Entscheidung fällt sehr schwer.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war das Setting. Ich war gerade erst in Hamburg und kannte einige wenige der Schauplätze. Aber auch die Eigenarten der Hamburger und der Begebenheiten in Hamburg sind gut geschildert. Detailreich und genau, so dass man auch die Gebäude vor sich gesehen hat.

Für mich war das ein rundherum sehr guter, durchdachter und absolut Lesenswerter Hamburg-Krimi. Wer also einen gut durchdachten und recherchierten Krimi lesen will: Zugreifen! Wer Lust hat auf einen guten regionalen Krimi hat: Zugreifen! Und wer eine gute Mischung aus Action, Spannung und einen Schuss Romantic sucht auch dem empfehle ich: Zugreifen!!

Für mich persönlich war dieses Buch MEIN Buch des Jahres 2012 im Bereich Krimi und ich kann den Nachfolgerband – der Ende des Jahres erscheinen soll – kaum noch erwarten.

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