Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Shifting Shadows von Patricia Briggs

In diesem Buch sind alle Kurzgeschichten aus der Mercy Thompson-Welt erstmals in einem Band versammelt.

Das bedeutet aber nicht, dass es sich hier um nagelneue Geschichten handelt! Etliche davon sind sogar schon auf Deutsch erschienen (wie z.B. in den Anthologien von Kelner und Harris).

Vorsicht also an viele Fans, denn sie werden wahrscheinlich etliche der Geschichten schon kennen. Dennoch ist dieser Band eine wunderbare Ergänzung und eine gute Ablenkung während wie alle auf den nächsten Band warten.

Hier werden etliche bekannte Nebencharaktere genauer beleuchtet. Das macht natürlich besonders viel Spaß und bietet so auch mal einen ungewohnten und abwechlungsreichen Blick in die uns bekannte Urban Fantasy-Welt.

Die zehn Kurzgeschichten sind chronologisch geordnet, was mit gut gefallen hat. Jeder ist ein Vorwort von Patricia Briggs vorangestellt, wie es dazu kam diese Geschichte zu schreiben und wie sie zeitlich genau einzuordnen ist.

Allerdings lohnt es sich schon bereits alle Bücher zu kennen, denn auch wenn eine Geschichte vorher spielt, so ist die Handlung oder die Hauptperson vielleicht erst in einem späteren Band der Mercy-Thompson-Reihe von Bedeutung.

Natürlich gefallen einem in einer Anthologie immer einige Geschichten besser als andere, aber tatsächlich kann ich von keiner Geschichte behaupten, sie hätte mir nicht gefallen. Und ich kann mich nicht erinnern so etwas schon einmal erlebt zu haben. Das spricht eindeutig für dieses Buch (auch wenn der Preis etwas happig ist).

Silver
Ganz zu Beginn wird natürlich die Geschichte von Bran, Sam und Ariana erzählt, liegt diese schließlich am weitesten in der Vergangenheit.

Obwohl wir ungefähr wissen, was damals mit Brans Hexenmutter und mit Arianas Vater passiert ist, so bekommen wir hier die ganze Version serviert. Obwohl man bereits weiß, was geschehen wird, lohnt sich dieser neue Blickwinkel durchaus.

Fairy Gifts
In dieser Geschichte geht es nicht um Werwölfe, sondern um einen Vampir. Thomas Hao kehrt nach langer Zeit in seine Heimatstadt zurück und erlebt dort ein kleines Abenteuer. Wer in der Reihe bereits sehr weit ist, der kennt diesen interessanten Vampir bereits.

Ich war froh, hier etwas mehr über ihn zu erfahren. Insgesamt war die Handlung für mich zwar etwas vorhersehbar, aber nicht weniger rührend.

Gray
Auch in Gray ist ein Vampir die Hauptperson. Diese Geschichte ist die einzige ohne direkten Zusammenhang mit der Mercy- oder Alpha und Omega-Reihe. Ich kannte sie schon aus „Heimwerken für Vampire“ und sie hat mir ausgesprochen gut gefallen. Nicht nur, dass die Vampire mal etwas weniger eindimensional wirken (war bis Thomas und Elyna doch bisher nur Stefan der einzige einigermaßen ehrenhafte Vampir), sondern auch weil hier das Thema Geister mal von einer neuen Seite her beleuchtet wird.

Seeing Eye
Die blinde weiße Hexe Moira und ihren Werwolf kennen wir bereits aus der Alpha und Omega-Reihe. Da fand ich die beiden sowohl interessant, als auch spannend und so freute ich mich besonders auf eine Geschichte über die beiden. Leider wurde ich etwas enttäuscht, denn ganz so unterhaltsam und spannend fand ich die erste Begegnung zwischen den beiden nicht. Vielleicht hatte ich hier meine Erwartungen zu hoch geschraubt.

Alpha und Omega
Wie sich Charles und Anna kennengelernt haben wissen als deutschen Fans zum Glück ja. Denn dankenswerterweise hat der Heyne-Verlag damals diese Kurzgeschichte zusammen mit dem ersten Alpha und Omega-Band veröffentlicht. Was auch sehr gut war, denn ich denke, dass ich nie so gut in diese Reihe hinein gekommen wäre, wenn ich nicht zuerst diese nette und spannende Geschichte über ihr erstes Zusammentreffen hätte lesen können.

The Star of David
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diese Geschichte völlig verdrängt hatte. Sie ist bereits in „Werwölfe zu Weihnachten“ erschienen und es ist schon einige Zeit her, dass ich sie auf Deutsch gelesen habe.

Hier geht es um den Werwolf David Christiansen, der im ersten Mercy-Band für Aufregung sorgte und anschließend von Bran dazu auserwählt wurde der erste Werwolf zu sein, der sich in der Öffentlichkeit outet.

Eigentlich ist die Handlung recht emotional, es geht um Weihnachten, Vergebung, eine Familienversöhnung und darum einen Jungen vor bösen Mächten zu schützen. Dennoch konnte sie mich irgendwie nicht so ganz überzeugen und ich werde sie sicher bald wieder vergessen.

Roses in Winter
Klar, dass mir eine Geschichte rund um einen meiner Lieblingswölfe gut gefallen muss. Hier geht es aber nicht nur um Asil, sondern auch um das Mädchen Kara. Ich fand es sehr schön zu erfahren, was aus ihr geworden ist, auch wenn wir sie in der Mercy-Reihe nie persönlich kennengelernt haben, sondern nur ihren Vater.

Asil nimmt die Kleine unter seine Fittiche und beweist mal wieder, dass er vielleicht labil im Alter geworden ist, aber nicht so labil, wie er selber immer glaubt.

In Red, with Pearls
Warren und Kyle dürfen natürlich in einer Anthologie nicht fehlen!
Sie sind anscheinend nicht nur mein Lieblingspärchen. Hier wird Kyle von einem Zombie angegriffen und fast getötet. Klar, dass Warren, der inzwischen als Pivatdetektiv arbeitet den Fall unbedingt lösen muss!

Die Auflösung kann einen alten Fan zwar leider nicht überraschen (mich zumindest hat sie nicht überrascht, auch wenn sie natürlich so angelegt ist), aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. Was den stänkernden Nachbarn angeht, war ich dann allerdings doch überrascht…

Redemption
Eine Geschichte über Ben. Wunderbar! Auch wenn es so klingt als hätte ich sehr viele Lieblingswölfe, so sind es gemessen an immerhin zwölf ganzen Romanen doch wiederum nicht ganz so viele. Ben gehörte jedoch von Beginn an mit zu meinen Favoriten und es hat immer Spaß gemacht seine Entwicklung zu beobachten. Darum geht es natürlich auch in dieser Geschichte. Hier macht Ben einen gewaltigen positiven Sprung nach vorne und bleibt sich dennoch treu.

Das hat einerseits mein Herz höher schlagen lassen, andererseits hat mich diese Geschichte auch richtig zum Lachen gebracht.

Hollow
Die einzige Geschichte, in der Mercy selbst einen Auftritt hat. Sie wird gebeten bei einem Geisterproblem zu helfen und natürlich kann man gar nicht anders als sich mal wieder gut zu amüsieren bei diesem kleinen Abenteuer samt romantischer Einlage. Gut gefallen hat mir auch, dass der neue Wolf diesmal mit von der Partie ist.

Danach folgen nur zwei kleine kurze Szenen, die den Romanen selber keinen Platz gefunden haben und deswegen gekürzt wurden. Keine eigenständigen Geschichten, sondern nur Ergänzungen zu den Romanen. Nett, aber man versäumt auch nichts, wenn man sie nicht gelesen hat.

Fazit: Auch wenn man vielleicht die eine oder andere Geschichte schon kennt, ist dieser Band dennoch ein Muss für jeden Fan!

Eine Rezension meiner Gastrezensentin Karin

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