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Sommer, Sonne … Football-Zeit

Seit Dezember 2012 bin ich die Frau an der Seite eines Football-Spielers. Seit Januar 2013 fahre ich immer wieder gern mit – zu Turnieren, zu Auswärtsspielen und ich bin auch gern als Zaungast beim Training dabei.

Und dennoch muss ich einmal mehr gestehen, dass ich leider keine – aber überhaupt keine Ahnung von Football habe.

Da es aber am Freitag mal wieder auf Turnier geht – der 9. Big Bowl in Walldorf wirft seine Schatten voraus – wird es Zeit das ich mich ein wenig mehr mit Football beschäftige.

Flag Football ist eine Ballsportart, die aus dem American Football entstanden ist. Ein wesentlicher Unterschied zum American Football ist, dass die Verteidigung den ballführenden Angreifer stoppt, indem sie ihm ein Fähnchen (Flag) aus dem Gürtel zieht, statt eines körperlichen Tacklings wie im American Football.

In den Grundregeln entspricht der Flag Football dem Tackle Football: „Touchdown“, „Extrapunkt“ und „Safety“ – auch das gibt es beim Flag Football. Genauso wie schnelle Läufe und attraktives Pass-Spiel. Nur das Tackeln ist durch das Flagziehen ersetzt.

Zudem gibt es einige Extra-Regeln, die seit 2005 im „Flag Football-Regelwerk“ – dem eigenständiges Regelwerk – veröffentlicht wurden.

Zu den Extra-Regeln gehören unter anderem:

  • Statt eines Tackle muss eine Flagge des Ballträgers gezogen werden. Der Spielzug ist dort beendet, wo der Verteidiger die Flag gezogen hat.
  • Die eigene Flagge darf nicht mit Ball oder Hand verteidigt werden. (Flag Guarding)
  • Der Kontakt beim Blocken wird eingeschränkt (9on9 & 7on7) bzw. verboten (5on5).
  • Der Ball wird grundsätzlich mit der ersten Bodenberührung zum Dead Ball und das Spiel wird unterbrochen (Fumble, Punt- und Kickoff Return).
  • Beim 5on5 muss der den Quarterback attackierende Verteidiger (Blitz) einen Mindestabstand von 7 Yards zur „Line of Scrimmage“ haben.

Diese Regeln sollen unter anderem das Verletzungsrisiko verringern. Aber glaubt mir, ich habe bisher nur sehr wenige Spiele erlebt, wo sich wirklich niemand verletzt hat.

CIMG6822Hier bei uns in Deutschland spielt Football nicht die Rolle, wie in Amerika. Dort gibt es etwa 8 Millionen Spieler, die diese Sportart betreiben. Überraschenderweise sind davon nur 500.000 Tackle-Spieler. In Deutschland und Europa haben sich seit 2001 immerhin über 300 Hobby- und Ligamannschaften gebildet.

Was mich persönlich immer wieder begeistert sind die Turniere, die veranstaltet werden. Das allererste fand 1997 statt, nannte sich „Rhein-Main-Bowl“ und bei der ersten Auflage trafen zwei US-amerikanische und eine deutsche Mannschaft aufeinander. Es ist das traditionsreichste Turnier, dass seinen Status als das größte jedoch 2006 abgeben musste.

Das größte internationale Vereinsturnier entstand 2006 mit dem „Big Bowl“ in Walldorf. In zwei Tagen traten Mannschaften aus 7 Nationen in 3 Kategorien den Kampf um den Titel an. Gewonnen hatte damals bei den Frauen die israelische Nationalmannschaft; bei den Männern gewannen die französischen „Le Havre Salamandres“ und bei der Jugend gewannen die einheimischen Walldorf Wanderers Juniors – ein toller Auftakt.

Und genau zu diesem Turnier geht es. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue. Das 3. Mal bin ich mit dabei – letztes Jahr mit dickem Bauch und dieses Mal begleitet uns „Papa’s größter Fan“.

20_Big Bowl WalldorfIn diesem Jahr treten 60 Mannschaften aus 18 Ländern gegeneinander an – viele mir bekannte Teamnamen konnte ich in der Liste schon entdecken, aber auch einige neue Namen sind dabei. Allein 12 reine Frauen-Teams treten an, es ist aber auch durchaus üblich, dass in den Senior-Teams sowohl Frauen als auch Männer spielen. Im vergangenen Jahr waren auch viele Jugendliche und auch Kinder mit dabei. Und das nicht am Spielfeldrand.

Im vergangenen Jahr hießen die Sieger bei den Männern die Avedøre Mammoths  aus Dänemark und bei den Damen siegten die Amazing Austrian Amazones.

Die Suburbian Foxes aus Radebeul – die Mannschaft in der Markus die Nummer 17 ist und mit der ich gern unterwegs bin, belegte da „nur“ den 22. Platz. Dennoch hatten wir viel Spaß und ich bin gespannt. Wie wird es dieses Jahr werden? Wie werden wir abschneiden und wer wird das Turnier für sich entscheiden?

Die Antworten darauf – die gibt es nach dem Wochenende hier auf meinem Blog.

Sportliche Grüße
Katja & Co.

(Quelle: Wikipedia (auszugsweise))

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