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Suchet und so werdet ihr finden – Teil 2 – der Frust geht weiter

Dresden

Wir befinden uns, leider, auch weiterhin in der Suchphase. Immer noch nach einer Wohnung, immer noch in Dresden und mit fast unveränderten Suchparametern was Größe und Ausstattung der Wohnung angeht. Lediglich bei der Lage der Wohnung was die Ortsteile von Dresden angeht sind wir etwas flexibler. Nicht mehr nur Radebeul bzw. die Dresdner Ortsteile Pieschen und Mickten sollen es sein – der Suchradius hat sich auf ganz Dresden ausgeweitet.

Im ersten Teil hatte ich ja geschrieben, das wir uns für zwei Wohnungen entschieden hatten. Beide hätte wir sehr gern genommen, beide hatten das „gewisse Etwas“ bzw. entscheidende Punkte die uns zum „Ja-Sagen“ gebracht hätten.

Doch was passiert? Nichts beziehungsweise nicht viel. Nach Wochen des Wartens und schließlich nachfragen mussten wir erst noch ein paar Tage warten. Dann kam erst eine Absage von der einen Maklerin. Man hätte sich für eine Familie entschieden, die ein Baby erwartet. Von der zweiten Maklerin kam eine Einladung zu einem Re-Call. Ich kam mir vor wie in einer Fernsehshow … doch wenigstens waren wir diesmal alleine dort und nicht im Rudel. Mit den Worten „Am Montag werden wir ihnen mitteilen wie wir uns entschieden haben“ wurden wir entlassen. Der Montag verging, der Dienstag auch … am Mittwoch dann ein etwas leicht gestammelter Anruf mit der Mitteilung, das wir auch diese Wohnung nicht bekommen haben. Ähmm … sorry, aber das war uns zu dem Zeitpunkt dann auch schon längst klar.

Ich hatte zum Anfang unserer Suche nicht gedacht, das es sich so schwierig gestalten würde, etwas zu finden. Als ich vor zwei Jahren auf der Suche war, waren kleine Wohnungen, also solche mit 1 oder 2 Zimmern Mangelware hier in Dresden. Jetzt scheinen es bezahlbare und vernünftige Wohnungen mit 3 Zimmern zu sein. Liegt es daran, das Dresden nicht mehr die Stadt der Singles ist? Liegt es am Babyboom hier? Dresden gilt als Geburtenhauptstadt Deutschlands – immerhin kamen 2012 in Dresden 7.580 Babys zur Welt, im Jahr 2011 waren es 7322 (Quelle: http://statistik-dresden.de/archives/6072).

Ich hab aber auch gelesen, dass zum Beispiel einen Tag nach Eingang der Kündigung für eine 86 m²-Wohnung (3,5 Räume, schöne Maisonette, Nettomiete pro Quadratmeter knapp unter 7 Euro) bereits 40 Interessenten  zu einem sofortigen Besichtigungstermin bereit waren. Das zeigt wahrscheinlich sehr deutlich, was uns noch bevorsteht.

Vielleicht lässt sich mit der Wohnungsknappheit auch das Verhalten von Maklern erklären? Als ich diese Woche 5 Wohnungen über Internet gefunden und angefragt habe, musste ich zwar meine Handynummer hinterlegen, habe aber überall das Kästchen „Kontaktaufnahme per E-Mail erwünscht“ aktiviert. Warum? Weil nun mal nicht jeder Chef es duldet und auch dulden muss, das Mitarbeiter private Gespräche während der Arbeitszeit führen.

Und was passiert? Natürlich rufen 3 der Anbieter auf dem Telefon an, machen regelrecht Telefonterror und dann folgt eine Mail mit dem Wortlaut „Leider konnten wir Sie telefonisch nicht erreichen und bitten Sie daher bei Interesse an dieser Wohnung um Rückruf.“ Ich habe dann ganz liebevoll zurück geschrieben „wenn ich bei einer Anfrage um Kontaktaufnahme per E-MAIL bitte, dann heißt das nicht, dass ich kein Interesse an der Wohnung habe. Dann heißt es lediglich, dass mein Arbeitgeber es sehr ungern sieht, wenn auf Arbeit privat telefoniert wird.“

Und was passiert? Ich bekomme eine weitere E-Mail mit einem Terminvorschlag für eine Besichtigung. Es geht doch! Warum nicht gleich so.

Ob es ein schlechtes Vorzeichen ist, dass es sich bei dem Schreiber dieser E-Mail um den gleichen Makler handelt, mit dem wir schon drei Besichtigungen an einem Tag hatten? Der, welcher der Prototyp eines Maklers ist, so wie ich ihn nicht haben will? Ich bin gespannt, wie er sich diesmal (fehl) verhalten wird.

Ein weiterer Makler einer großen Vermietungszentrale schreibt mir, als ich ihm schreibe dass aus beruflichen Gründen Besichtigungstermine erst ab 17.30 Uhr bei uns beiden Berufstätigen möglich sind: „…als Besichtigungstermin für die u.g. Wohnung kann ich Ihnen Montag um 16.30 Uhr mit meinem Kollegen Herrn H. vorschlagen“. Manchmal frag ich mich wirklich, liest man Mails nicht richtig? Oder bin ich als Interessent nicht wichtig genug?

Jedenfalls haben wir in der nächsten und übernächsten Woche Wohnungsbesichtigungen. Ich bin gespannt und werde natürlich berichten. Und wie ich inzwischen vermuten muss, nicht nur Gutes.

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