Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Türchen 14: Gedicht

Gedichte gehören für mich in die Weihnachtszeit definitiv dazu. Eine zeitlang habe ich kurze Gedichte auf Weihnachtskarten geschrieben statt der üblichen Grüße.

Dieses Weihnachtsgedicht habe ich ausgesucht, weil ich es als Jugendliche schon gemocht habe und es doch ein Thema ist, das jedes Jahr wieder auf dem Programm steht. Nämlich die Frage nach dem Was. Was werden wir verschenken? Welche Gaben werden unter dem Weihnachtsbaum liegen?

 

Was wollen wir schenken?

Was schenken wir Mutter?

Ein seidenes Tuch!

Was schenken wir Vater?

Ein kluges Buch!

Was schenken wir Peter?

’nen hölzernen Schimmel!

Das Baby im Körbchen

bekommt eine Bimmel!

Was kriegt unsre Oma?

Ich glaub‘, sie liebt Seife!

Und Opa bekommt

guten Tabak zur Pfeife.

Und Ruth, das Kusinchen,

bekommt ein Kaninchen

aus zartweißer Wolle

und Karlchen „Frau Holle“

mit bunten Bildern,

die das Märchen schildern.

Für Tante Sabinchen

gibt’s süßes Konfekt,

denn sie hat schon immer

so gerne geschleckt.

Wir schlachten das Sparschwein,

das ist ja nicht schwer,

und zählen die Zehner:

drei Mark und nicht mehr!

Das wird wohl nicht reichen!

Was kann man bloß machen?

Am besten aus Farbe und Bast

schöne Sachen!

Drum woll’n wir die ganze

Geschenkliste streichen

und machen für alle – Lesezeichen.

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