Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Wie aus Worten Welten werden – Teil 3 des Messeberichtes

Tag 3 – Sonntag

Nach einem messefreien Samstag – diese Menschenmassen wollten wir uns nicht antun und zudem lockte in Dresden eine Familienfeier – startete unser letzter Messetag wieder mit einem leckeren Frühstück. Diesmal jedoch bei unserem Lieblingsbäcker hier in Dresden. Wir hatten uns entschieden, den heutigen Tag ohne unsere kleine Tochter zu gestalten und so blieb sie ganz entspannt bei Oma und Opa zu Hause, während wir uns auf den Weg machten.

Die Fahrt nach Leipzig war entspannt und diesmal hatten wir einen richtig genialen Parkplatz. Wieder der Presseparkplatz, diesmal aber im Innenhof mit noch weniger Laufwegen. Und auch Markus, der nur mit einer normalen Dauerkarte da war, kam problemlos mit rein.

Unser erster Gang führte heute zur Halle 3. Dort gab es einen Stand mit herrlichen Buchstützen und ich hatte tagelang mit ihnen geliebäugelt. Aber die Entscheidung fiel dann doch gegen diese liebevoll gestalteten Stücke, denn so ganz passten sie nicht zu unserem Einrichtungsstil. Aber: ein paar Fotos musste ich machen – unbedingt.

Buchstützen

Unser nächstes Ziel war dann Halle 5 mit dem Stand des Verlages „Bild und Heimat“. Hier war mein Ziel, endlich das neue Buch von Christine Sylvester zu kaufen. Sie dort zu treffen war schon genial, das Buch gleich vor Ort signiert zu bekommen toll. Aber was mich umgehauen hat, war die Danksagung im Buch – ich bin vor Stolz fast geplatzt.

Christine Sylvester

Weiter ging es durch die Halle 5 – unser Ziel war eigentlich der Stand von Amazon Publishing, wo eine Lesung von Stefanie Ross stattfinden sollte. Wir hatten jedoch noch Zeit und so blieben wir beim Stand von Books on Demand stehen. Der Selfpublisher-Verlag, der Vorreiter bei dem Thema war und in dem jetzt meine beiden Kochbücher erschienen sind.

Neugierig schaute ich mich am Stand um, betrachtete interessiert die Titel, die da ausgestellt waren und riss, etwas nervös und hektisch wie ich war, einen Stapel Visitenkarten aus ihrer Halterung. Eine nette Dame der Standbetreuung half mir beim Aufsammeln, wir kamen ins Gespräch und ehe wir uns versahen, saßen wir am Tisch, tranken Cappuccino und unterhielten uns angeregt.

Nachdem ich ihr nämlich gestanden hatte, dass ich den Verlag kenne fragte sie mich erst nach meinen Erfahrungen und zeigte mir dann die neuen Möglichkeiten, die BoD jetzt ihren Autoren bietet. Einiges klang sehr interessant, weckte meine Neugier und mein Interesse. Und als sie mir dann eine ganz andere Cover- und Bindungsmöglichkeit für ein Kochbuch zeigte, wurde bei uns eine neue Idee geboren. Seit diesem Moment hat sich in meinem Kopf – und auch in dem von Markus – eine Idee festgesetzt, die unbedingt raus will.

Es war ein sehr interessantes, produktives und weiterbringendes Gespräch, über das ich mich sehr gefreut habe und das für uns zu unseren absoluten Highlights zählt. Einfach deswegen, weil es nicht geplant war und wir uns super aufgehoben gefühlt haben.

Nach dieser tollen Erfahrung ging es für uns endlich weiter zum Stand von Amazon Publishing und dem wahren Highlight des heutigen Tages für uns. Eine Lesung von Stefanie Ross. Bisher habe ich sie leider immer nur auf der LLC lesen hören, heute das erste Mal außerhalb dieses Rahmens. Diese insgesamt eine Stunde hatte so richtig aufbauendes Potential – von diesen Momenten und Begegnungen werde ich noch lange zehren, ich werde lange daran zurück denken.

Erst nahm sich Stefanie Zeit für einen kurzen Plausch, dann trafen wir Maria – eine liebe Bekannte vom letzten Jahr – und dann noch Tina Dick von der Zeitschrift LoveLetter.

Knapp zwei Dutzend Zuhörer lauschten um 11.30 Uhr Szenen aus dem neuesten Buch von Stefanie Ross – aus „Nemesis – Verkaufte Unschuld“ und obwohl ich das Buch bereits kannte, war ich ebenso in dem Sog drin wie alle anderen auch. Die ganze Organisation dieser Lesung, die Gestaltung der Leseecke und der Sitzmöglichkeiten für die Zuhörer zeugten von der Liebe des Verlages Büchern gegenüber und zeigt wie sehr dieser Verlag seine Autoren und auch die Leser schätzt. Auch die Autorin konnte sich – Fluchtgedanken hin oder her – gut entspannen und fühlte sich sichtlich wohl.

Die Überraschung kam für die Zuhörer zum Schluss. Fleißige Helferlein hatten vor Beginn der Lesung unter den Hockern Lose versteckt – 25 Bücher wurden unter den Anwesenden verlost und es ging keiner der Zuhörer leer aus.

So bildete sich eine lange Schlange, wieder kam man mit netten Menschen ins Gespräch und konnte sich so ganz nebenbei ein Buch samt Wunschsignatur abholen. Stefanie Ross nahm sich für jeden einzelnen Zeit, unterhielt sich kurz. Das Lachen und Schwatzen wollte kein Ende nehmen, es herrschte eine entspannte und gelöste Atmosphäre.

Stefanie Ross

Damit war unser Messetag aber noch nicht beendet. Wir schlenderten noch einmal durch die Halle 2, wo ich unbedingt ein Bild mit dem Wal vom Magallan-Verlag haben wollte. Und natürlich noch ein paar andere Stände mit Kinderbüchern mir genauer anschauen wollte. Zeit dafür hatten wir und es war ohne Kinderwagen auch ein besseres durchkommen. Dennoch war auch heute das Wort „Rücksicht“ vielen unbekannt.

Um zwei liebe Freunde zu verabschieden, die uns ein wenig begleitet hatten und mit denen wir eine wunderbare, wenn auch recht kurze Zeit, an diesem Sonntag hatte, gingen wir in die Glashalle. Das erste Mal in den Tagen und es wurde Zeit. Schließlich wollten wir doch den einen oder anderen Cosplayer vor die Linse bekommen. Allerdings wurde uns der Trubel dann doch zu viel und wir zogen uns in Halle 4 zurück.

Cosplay

Markus hatte sich den zweiten Teil von Frank Goldammer’s „Feldwebel“ gewünscht und den sollte er – als Dankeschön für seine liebevolle Begleitung hier auf der LBM – signiert bekommen. Frank war zwar nicht am Stand des Dresdner Buchverlages zu finden, aber wozu gibt es Handys? Und so dauerte es nicht lange und er stand vor uns. Eine herzliche Begrüßung, eine kurzer Plausch, ein signiertes Buch – und schon ging es weiter.

Wir suchten uns eine ruhige Ecke für einen letzten Kaffee auf der Buchmesse, ehe es zum letzten Programmpunkt für den heutigen Tag und überhaupt für die diesjährige Buchmesse gehen sollte.

Christine Sylvester stellte im Literaturcafe ihr neuestes Buch „Neue Meister, alte Sünden“ vor. Es war sozusagen eine Premierenlesung. Ich war sehr gespannt darauf, da ich das Buch ja erst am heutigen Tag gekauft habe und so noch keine Chance hatte, vorher reinzuschauen.

Die vorgelesenen Häppchen sorgten dann auch dafür, dass ich das Buch recht schnell lesen wollte und ich hoffe, das es den etwa 20 Zuhörer ebenso ging. Zumindest wurden am Signiertisch dann ein paar der Bücher verkauft und von der Autorin signiert.

Auf dem Weg hinaus aus den Hallen führte unser letzter Abstecher zum Stand des Alwis-Verlages, wo wir noch schnell 3 Kinderbücher kauften.

Dann hieß es Abschied nehmen. Abschied von der Leipziger Buchmesse 2015, die für uns alles hatte. Zum einen wunderbare Erlebnisse, Begegnungen mit netten Büchermenschen. Mit Verlagsmitarbeitern, Bloggern, Autoren – Begegnungen die wir so schnell nicht vergessen werden. Aber auch Begegnungen mit Menschen – namenlos und irgendwie auch gesichtslos – denen Rücksicht und Toleranz fremd sind.

Viele Eindrücke nehme ich mit nach Hause, den ein oder anderen Buchtipp natürlich auch und jede Menge Verlagskataloge. Damit dürfte einem Anstieg meiner Wunschliste nichts im Wege stehen.

Verblüffend war für mich, das ich weitaus weniger Bücher mit nach Hause genommen habe, als vielleicht im Vorfeld gedacht.

Trotz der wenigen negativen Begegnungen war es eine wunderbare Zeit und ich freue mich schon jetzt auf die Leipziger Buchmesse 2016 wenn es wieder heißt „Wenn aus Worten Welten werden.“

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