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Sommer unter Sternen von Miriam Covi

Gleich zu Anfang mit „Sommer unter Sternen“ legt Miriam Covi ein Buch mit rundum Wohlfühlgarantie vor, was ich ganz schwer aus der Hand legen konnte. Einfach weil die Autorin gekonnt mit Worten umgehen kann. So dass man sich die Alltagssituationen mehr als bildlich vorstellen konnte. Ella, eine junge Mutter von Zwillingsmädchen, die von jetzt auf gleich von ihrem Ehemann Thomas verlassen wird. Selbstzweifel, ob sie alles meistern kann, dann das Urlaubsangebot und dann doch nicht die perfekte Erholung. Warum? Weil die alte Jugendliebe Nathan ungeplant im gleichen Strandhaus wohnt. Streitigkeiten und Pannen sind vorprogrammiert und ich habe oft mit einem Lächeln gelesen. Einfach herrlich ehrlich erzählt. Und aus Sicht von Ella erzählt, für mich für diesen Roman sehr passend.

Neben der Wohlfühlgarantie gibt die Autorin aber auch noch einige Tipps mit, Streit gehört irgendwie zu einer Beziehung, man muss sich nur wieder vertragen. Man muss das ansprechen, was einen stört, Probleme kann man meist nicht riechen. Und als Eltern darf man nicht schon ein festes Berufsbild der eigenen Kinder haben und dann enttäuscht sein, wenn sie einen anderen Weg einschlagen. Die Kinder, erwachsenen Kinder müssen glücklich sein, privat und im Beruf und man muss ihnen Bestätigung geben. Das die Charakter so Ecken und Kanten haben, macht dieses Buch sehr gelungen.

Im Buch geht es ums Kochen und Backen und Miriam Covi war so nett, Rezepte zu Nathans Datteln im Speckmantel und Ellas Apfelkuchen abzubilden. Vielen Dank.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung..

Hier noch ein Lieblingszitat von
Seite 50 „Was würde ich darum geben, noch einmal so jung und sorglos sein zu dürfen.“ Dies kann ja wohl jeder bestätigen.

Mein Dank gilt der Autorin für humorvolle Lesestunden, der Plattform Random-Testleser und dem Heyne Verlag für das Reziexemplar.

Daten:
Titel: Sommer unter Sternen
Autor: Miriam Covi
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (Mai 2019)
ISBN: 978-3453422711

Das Mädchen mit dem Edelweiß von Jillian Cantor

Ein Buch über eine unendliche Liebe und Widerstand im 2. Weltkrieg. Kate lässt die umfangreiche Briefmarkensammlung ihres Vaters Ted bei Benjamin schätzen. Dieser findet einen Brief mit verkehrtherum geklebter Briefmarke mit Stephansdom und einer Edelweißblüte. Gemeinsam kommen sie einer traurigen und geheimnisvollen Geschichte auf die Spur. Die Geschehnisse spielen in der Vergangenheit in Österreich 1938/1939 und in der Gegenwart von 1989/90 in Los Angeles. Die Kapitel wechseln sich ab und man kommt Stück für Stück der Wahrheit/Auflösung näher.

Tod in Emden von Thorsten Siemens

Ein weiteres Buch, dass Sylvia im Urlaub gelesen hat, führt uns nach Ostfriesland. Sie schreibt mir zu dem Buch:

Der Mann im Leuchtturm von Erik Valeur

Erik Valeur legt mit „Der Mann im Leuchtturm“ sein zweites Buch vor, für mich das erste, was ich gelesen habe. Was mir besonders aufgefallen ist, dass er gekonnt mit Wörter umgehen kann und Dinge bildhaft bzw. im übertragenen Sinn beschreibt. Sicher liegt es auch mit an dem sonderbaren Hauptprotagonisten Viggo, der sehr seltsam anmutet. Seine Art/seine Gedanken sind mitunter nicht so flüssig zu lesen, wie man es von anderen Krimis gewohnt ist, doch meiner Meinung nach lohnt es sich, „durchzuhalten“, um das Geschehen aufgeklärt zu bekommen.

Die Frau aus Oslo von Kjell Ola Dahl

Mit „Die Frau aus Oslo“ legt mit Kjell Ola Dahl einen interessanten Kriminalroman vor. Die Buchbeschreibung hat mich gleich gepackt. Ester muss 1942 im von den Nazis besetzten Oslo als Jüdin um ihr Leben fürchten. Sie kann nach Schweden fliehen, muss aber ihre Eltern und Großmutter zurücklassen. Sie ist im Widerstand aktiv und versucht von Schweden aus zu agieren. Das Buch wirft viele offene Fragen auf und ist somit spannend geschrieben. Durch den Widerstand und Spionage weiß niemand wer wem trauen kann. Die ersten zwei Drittel haben mich begeistert und ich konnte es kaum aus der Hand legen.

Der stille Koog von Ilka Dick

Es ist schon komisch, wie man zu manchen Büchern kommt.

Vor kurzem war ich im Haus 11 der Uniklinik in Dresden – Klinik für Phoniatrie, Audiologie und das Sächsische Cochlear Implant Centrum.

Dort lag ein Flyer mit dem Klappentext des Buches „Der Stille Koog“, indem eine Kriminalpolizistin mit Cochlea Implantaten ermittelt. Da ich einen guten Krimi zu schätzen weiß und mich interessierte, wie das Thema „CI“ dort verarbeitet wurde, landete das Buch auf meiner Wunschliste. Da blieb es allerdings nicht allzu lange, dann hatte es Katja mir gekauft.

Harley Days Dresden 2019

Wenn man mit dem Virus Motorrad infiziert ist, kommt man eigentlich an der Marke Harley Davidson nicht vorbei. Die wohl bekannteste Motorradmarke der Welt hält keine Verkaufsrekorde – das machen Honda und Konsorten – sie gewinnen weder Superbike noch Rallye Events und doch kennt sie jeder.

Bei der seit 1903 existierenden Amerikanischen Marke dreht sich seit 1909 alles um Zweizylinder V-Motoren, die mit ihrem markanten Klang Generationen von Motorradfahrern begeistern.

So verwundert es nicht, dass der Einladung zu den 2019er Harley Days in der „Rinne“ Dresden wieder hunderte Biker folgten. Die Veranstaltung bot mit Livebands, leckerem Essen, Treffen der HOG (Harley Owners Group), Verkaufs- und Veredelungsanbietern ein buntes Treiben. Zudem wurden die Modelle des Jahrgangs 2019 vorgestellt und nicht wenige konnten Probegefahren werden.

Der Kinderflüsterer von Alex North

Vom Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse habe ich meiner lieben Mitbloggerin Sylvia „Der Kinderflüsterer“ mitgebracht und jetzt, im Familienurlaub, hatte sie Zeit und Muse, sich dem Buch zu widmen. Aus dem Urlaub schickte sie mir diese Rezension dazu:

Eine irische Familiengeschichte von Graham Norton

Nichts ist mehr so, wie man es kannte

Eine irische Familiengeschichte ist eine Geschichte mit vielen Geheimnissen, nichts ist mehr so, wie man es gewohnt war, nach dem so ziemlich alles ans Tageslicht gekommen ist.

Monsieur Claude und seine Töchter 2

Mit Fortsetzungen gelungener Filme ist es so eine Sache. Ist es dann auch noch eine französische Komödie, bin ich zumindest skeptisch. Naja, aber man soll ja unvoreingenommen sein – also die Frau geschnappt und ab ins Kino.

Nachdem der erste Teil von „Monsieur Claude und seine Töchter“ sehr komisch war und die interkulturellen Vorurteile herrlich auf die Schippe zu nehmen wusste, waren wir sehr gespannt, ob das ein zweites Mal funktionieren kann.