Türchen 13: Rezepte der Inselfrauen

Hinter dem 13. Türchen verstecken sich 2 Rezepte, welche mir die Autorin Sylvia Lott für meinen Adventskalender geschickt hat. Das zweite Rezept findet sich im Buch „Die Inselfrauen“ wieder.


Ostfriesische Neujahrskuchen mit Tjalda

Alle Jahre wieder… muss ich unbedingt im Dezember mit meiner Freundin Tjalda – wir stammen beide aus Ostfriesland und leben seit vielen Jahren in Hamburg – Ostfriesische Neujahrskuchen backen. Das ist unser Jahresend-Ritual. Jedes Jahr verbrennen wir uns wieder die Finger beim Aufdrehen der hauchdünnen Waffeln, jedes Jahr ist der Teig anfangs entweder zu flüssig oder zu dick, und jedes Jahr haben wir kurz vor Schluss wieder den Dreh raus. 😉 Wo ich aufgewachsen bin, nennt man die Neujahrswaffeln auch „Rullerkes“.

Auf Borkum, wo ja mein aktueller Roman „Die Inselfrauen“ spielt, wird er auch eifrig gebacken, aber nicht unbedingt aufgerollt, sondern gestapelt. Wer den Roman kennt, weiß, dass meine Heldin nicht nur mit Begeisterung Rosinenstuten backt, sondern auch „Waweltjes“ – so nennen die Insulaner den knusprigen Neujahrskuchen, der natürlich am allerbesten zu Ostfriesentee schmeckt. 

Ich wünsche allen Fans von Katjas Blog eine wunderbare Adventszeit und viel Spaß beim Backen!

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Zutaten:

450 g Mehl, 200 g weißer Kandis, 200 g Butter, 1 Ei, 1 EL Zimt, gemahlen, 1 EL Anis, gemahlen, 1 Messerspitze Kardamom, ½ l Wasser

Zubereitung:

Kandis in heißem Wasser auflösen, abkühlen lassen.

Butter flüssig machen, abkühlen lassen. Dann sahnig rühren. Nach und nach Ei, Zuckerlösung, Gewürze und Mehl darunterrühren. Alles eine Nacht abgedeckt kühl stellen.

Am nächsten Tag rundes Waffeleisen mit Speckschwarte abreiben (nach jeder Waffel wiederholen). Eine kleine Kelle oder einen großen Esslöffel voll Teig in die Mitte geben, dünn ausbacken, und schnell zu einer Rolle oder Tüte drehen. Dazu schmeckt frische Schlagsahne. Aufbewahrt werden sie (theoretisch) in Blechdosen.

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Und das ist das zweite Rezept 🙂

Thedas Krintstuut

Zutaten:

500 g Weizenmehl, 20 g Hefe, ¼ Liter Milch und etwas Milch zum Bestreichen, 1 EL Quark, 80 – 100 g Zucker, 80 g Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz, 200 g Rosinen (100 g Sultaninen und 100 g Korinthen oder 100 g Rosinen und 100 g gehackte Mandeln)

Zubereitung:

Backofen auf 50 Grad vorheizen. Milch erwärmen, darin Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Rosinen abwaschen, trockentupfen und in Mehl wenden, in einem großen Sieb das überflüssige Mehl abstäuben.

Backofen ausschalten.

Das Mehl in eine Schüssel geben, die Hefe hineinbröseln, den Zucker daruntermischen. Milch-Butter-Mischung über das Mehl gießen. Das Ei hineinschlagen, eine Prise Salz und den Quark hinzugeben und alles kräftig durchkneten. Zuletzt die Rosinen hineingeben, erneut kneten. Der Teig muss schön glatt werden.

Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedeckt ca. 45 Minuten gehen lassen. Herausnehmen, noch einmal kräftig durchkneten und in eine gefettete Kastenform geben. 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig mit einem scharfen Messer auf der Oberseite längs einschneiden. Mit Milch bestreichen und ca. 45 Min. backen (etwa nach der Hälfte der Backzeit, wenn der Stuten schon hellbraun ist, mit Alufolie bedecken. Noch ca. 5 Minuten in der Form belassen. Dann herausnehmen und abkühlen lassen.

In Scheiben schneiden und mit Butter bestreichen. Je nach Geschmack mit etwas Zimtzucker bestreuen. Schmeckt auch köstlich mit selbst gemachter Marmelade oder Pflaumenmus. Zu Ostfriesentee mit Kandis und Sahne servieren.

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PS: Die Dame auf dem Foto ist 90 Jahre alt und hat den Rosinenstuten (nach dem Rezept im Roman „Die Inselfrauen“) extra für eine Lesung von Sylvia Lott gebacken!

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