Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Gestatten: Ich bin Liam

*schnurr* *schnurr* Nanu, wer seid ihr denn? Ach, das fragt ihr Euch auch? Warum denn? Ach so, weil ihr mich hier noch nie gesehen habt? Da habt ihr recht, ich bin ja auch recht neu hier.

Also, ich bin Liam, geboren 2021 und lebte irgendwo in einer Wohnung mit 13 anderen Katzen. Daraus wurde ein Animal Hording Fall, ich wurde mit 9 anderen Katzen da rausgeholt und landete im Tierheim Freital. Und nun, nun bin ich hier.

Das erste Foto im neuen Zuhause

Wie, ihr seid neugierig und wollt die Geschichte hören, wie ich hier gelandet bin?

Na gut, ich habe gerade Zeit und mir ist langweilig. Wenn du mich kraulst erzähl ich dir, wie ich hier her zu meinen Dosenöffnern gekommen bin.

Also …. das war so.

Es gibt ja hier schon seit vielen Jahren eine Stubentiger-Dame mit dem Namen Mila. Meine beiden Dosenöffner, das Frauchen Katja und das Herrchen Markus, waren schön längere Zeit der Meinung, dass eine zweite Katze hier ins Haus muss. Allerdings war die Wohnung in der die beiden mit den beiden jungen Dosenöffnern vorher gewohnt haben, zu klein. Sagten sie zumindest immer den beiden kleineren. Naja, dann kam der Umzug in eine größere Wohnung, der Schulanfang vom Keks … Jedenfalls hat das Frauchen in einer schwachen Minute mal versprochen es gibt irgendwann mal eine zweite Katze und irgendwann … war jetzt.

Durch Zufall kam das Thema wieder darauf und das Herrchen suchte im Tierheim Dresden und Freital nach einer Wohnungskatze. Nun ja … und da war ein Bild von mir. Ich war zwar nicht die erste Wahl, weil ich Mila zu ähnlich sehe sagen sie, aber trotzdem sind die beiden nach Freital gekommen. Mein Frauchen erzählt gerne, wie sich mich das erste Mal gesehen hat. In einem kleinen vergitterten Raum lag ich auf einem Brett und schaute ziemlich ängstlich. Als das Frauchen ganz kurz zu mir durfte war ich noch ängstlicher und wich ganz weit an die Wand zurück. Die Leute vom Tierheim erzählten, das ich aus einem Animal Hording stamme, total scheu und schüchtern bin und nicht so recht Menschen vertraue und an mich ranlasse.

Mein Lieblingsversteck der ersten zwei Tage: im Schrank

Trotzdem schien ich Eindruck gemacht zu haben. Denn 3 Tage später stand das Herrchen mit einem Korb in dem kleinen Raum, packte mich da rein und fuhr mit mir im Auto bis nach Hause. Dabei hat er die ganze Zeit mit mir geredet, aber ich habe natürlich nicht geantwortet. Dann stand das Auto still, ich wurde vier Etagen hochgetragen, in einen Raum gestellt und die Klappe ging auf. „Komm erstmal in Ruhe an mein Kleiner“ sagte die Stimme von Herrchen. Ich hatte erst einmal ganz viel Zeit für ich, langsam rauszukommen, mich zu versteckten und alles zu beobachten. Ich versteckte mich unter einer Bank, einer Heizung und den Schränken in der Küche. Ich hörte fremde Stimmen, nahm den Geruch einer anderen Katze wahr und wurde in Ruhe gelassen.

Dann kam die Zeit, die die Menschen Abendbrot nannten. Vorher versuchte man, mich mit Leckerlis zu locken. Die Stimmen klangen total lieb und ich traute mich ganz langsam raus.  Beim Abendbrot war ich dann so frech und sprang auf den Stuhl neben meinem neuen Frauchen und stupste es mit dem Kopf an. Ganz vorsichtig – nicht das sie schimpft oder mich runterjagt. Doch sie hat mir nur die Hand hingehalten, schnuppern lassen und dann ganz sanft gestreichelt. Und was soll ich sagen: das war‘s dann *miau* Ich liebe es, wenn sie mich streichelt oder krault.

Dann kam diese Katzendame Mila …. und ich glaube meine Dosenöffner hatten ein bisschen Angst. Und gerade den ersten Tag hat sie ganz schön gefaucht und mir gezeigt, dass sie nicht so sehr begeistert ist. Aber mittlerweile leben wir relativ friedlich zusammen. Nur wenn ich es zu wild treibe, beim Spielen übermütig bin, dann schimpft sie mit mir. Sie braucht halt mehr Ruhe als ich, auch wenn sie, so sagt zumindest Dosenöffner Markus, viel aktiver ist als vorher. Was sie aber gar nicht mag ist, wenn ich an ihre Leckerlis gehe. Man, dann kann Mila vielleicht fauchen. Das traut man der Dame gar nicht zu. Ich finde es lustig, sie zu ärgern, aber sie nicht. Naja, dann leg ich mich kurz auf den Rücken oder zieh mich zurück und alles ist wieder gut.

Manchmal machen wir auch einen Wettkampf daraus, wer beim Mittagsschlaf oder beim abendlichen Fernsehen zuerst auf Mamas Beinen liegt. Der kann nämlich ganz viel mit ihr kuscheln. Wir haben aber auch schon beide zeitgleich mit ihr gekuschelt, geht auch.

Die beiden kleinen Dosenöffner sind auch ganz süß, fast so süß wie ich *mauz*. Der große Keks spielt gerne mit mir, damit ich abends nicht mehr so durch die Wohnung fetze und der Krümel streichelt mich gerne. Ach ich liebe es.

Manchmal höre ich meine Dosis reden und sie fragen sich, wie mein Leben wohl vorher war. Warum ich zuerst nur mit Rückendeckung fressen wollte, warum ich Angst habe das mir jemand was wegfrisst. Warum ich bei manchen Geräuschen zusammenzucke oder mich zum Anfang nicht anfassen lassen wollte.

Ich könnte es ihnen, wenn sie kätzisch verstehen würden, erzählen. Aber eigentlich ist das doch egal. Ich bin jetzt hier, bei meinem neuen Rudel und fühle mich pudel- pardon katzenwohl und will gar nicht an das vergangene denken.

Nun bin ich gespannt was ich hier in der Familie alles erlebe. Vielleicht habe ich ja hin und wieder Lust mal in die Tasten zu hauen und euch etwas darüber zu erzählen. Aber erstmal will ich jetzt kuscheln und schlafen. Die Eingewöhnung hier ist so anstrengend. Aber hier möchte ich nicht mehr weg.

Mauzige Grüße
der Frechdachs Liam

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