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In ewiger Freundschaft von Nele Neuhaus

Es gab in den Jahren 2011 bis 2013 eine Zeit, da habe ich sehr gerne die Bücher von Nele Neuhaus gelesen und so stehen die ersten 6 Bände auch auf meiner „bereits gelesen“-Liste. Danach war lange Zeit Ruhe – bis jetzt.

Es war eher ein Zufall das ich in einer Zeitschrift auf die Neuerscheinung „In ewiger Freundschaft“ gestoßen bin. Als ich dann den Klappentext gelesen habe wusste ich: das Buch will ich unbedingt lesen. Ein weiterer Zufall kam mir zu Hilfe, als ich eigentlich schon beschlossen hatte bis zur Taschenbuchausgabe zu warten – denn ich kaufe mir nur in den allerseltensten Fällen Hardcover-Ausgaben. Das Buch stand in unserer Bibliothek.

Jetzt habe ich das Buch zugeklappt und bin total begeistert.

Das Buch hat genau das gehalten, was ich mir beim Lesen des Klappentextes erhofft hatte und ich war, nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, wie in einem Sog.

Mit einer Pause von 4 Bänden (und 8 Jahren) war es für mich spannend, in die Welt der Taunus-Krimis, zu Pia und Bodo zurückzukehren.

Nele Neuhaus hat es geschafft, das ich mich auch mit der Pause und ohne die zwischendurch erschienenen Bände gelesen zu haben, nicht abgehängt fühle. Ich war gleich wieder drin – sowohl in ihrem Schreibstil, der Erzählweise als auch im Leben der Protagonisten. Ich bin eigentlich nach einem langen Urlaub wieder nach Hause gekommen und hatte keine Probleme, mich zurecht zu finden.

Mir hat der Plot sehr gut gefallen. Gibt er doch Einblick in das Verlagswesen, die Arbeitsweise von Lektoren und Verlegern, in die Strukturen und Hierarchien. Klar gibt es Ungereimtheiten, ist einiges überspitzt und an den Haaren herbeigezogen – ich denke hier an den verdächtigten Autor der einfach im Kommissariat ungestört seinen Roman schreiben kann. Aber das ist halt dichterische Freiheit und macht den Roman liebenswert. Die Verweise auf ältere Romane der Autorin kann man als versteckte Werbung sehen oder Cameo-Auftritt der Autorin – ich fand es witzig. Auch der, mit anderem Namen versehene Autor, der Krimis zum achtsamen Morden schreibt – ich liebe diese drei Bücher und hatte sofort den richtigen Namen vor Augen 🙂

Die Story war nicht immer spannend, dafür gab es viel zu viele Abbrüche und Abschweifungen ins Privatleben von Bodo, aber sie war immer interessant und der rote Faden wurde nie wirklich gekappt. Durch die Abschweifungen konnte ich mich nie wirklich an einem Verdächtigen festbeißen und wenn ich ehrlich bin muss ich auch sagen, dass ich bis zum Schluss nicht wirklich sicher war. Ich war teilweise auf einer anderen Fährte und wurde immer wieder überrascht.

Für mich war es ein gutes, lesenswertes Buch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht mal wieder im Taunus unterwegs zu sein.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ich werde nun schnellstens in der Bibliothek die mir fehlenden 3 Bände ausleihen und lesen.

Reihenfolge der Krimireihe:
01. Eine unbeliebte Frau (2006)
02. Mordsfreunde (2007)
03. Tiefe Wunden (2009)
04. Schneewittchen muss sterben (2010)
05. Wer Wind sät (2011)
06. Böser Wolf (2012)
07. Die Lebenden und die Toten (2014)
08. Im Wald (2016)
09. Muttertag (2018)
10. In ewiger Freundschaft (2021)

Daten:
Autor: Nele Neuhaus
Titel: In ewiger Freundschaft
Herausgeber:‎ Ullstein Hardcover (November 2021)
Gebundene Ausgabe: ‎528 Seiten
ISBN: ‎978-3550081040

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