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Katja im Interview … mit Poppy J. Anderson

Das zweite Interview im Rahmen meines LLC-Monats habe ich mit Poppy J. Anderson geführt. Sie beantwortete mir unter anderem Fragen zum Thema Football, Schreibblockaden und Vorbildern bei ihren Figuren.

Katja: Welche drei Worte würden Dich am besten beschreiben?

Poppy J.: Verrückt, neugierig und witzig.

Katja: Wenn wir Freunde und Familie von Dir befragen würden – was meinst Du, was sehen sie als Stärken und Schwächen bei Dir?

Poppy J.: Oje, ich denke, dass sie meine Stärken darin sehen, jeder Situation etwas Komisches abgewinnen zu können, und dass meine Schwächen darin liegen, gerne schon einmal richtig ausrasten zu können – meistens zur Belustigung aller anderen.

Katja: Du schreibst seit deiner frühesten Jugend bereits, so steht es auf Deiner Homepage. War das Schreiben daher schon immer Dein Berufswunsch?

Poppy J.: Das Schreiben war für mich immer ein Hobby, dem ich mit großer Leidenschaft nachging. Als Beruf habe ich es jedoch nicht gesehen, da es eher immer eine „Kunst“ war, jedoch nichts, mit dem ich meine Brötchen hätte verdienen können. Autorin zu werden war in etwa so utopisch wie Hollywoodstar zu werden.

Katja: Was machst Du, wenn Du beim Schreiben den berühmten „roten Faden“ verloren hast oder einfach nicht weiterkommst im Manuskript? Hast Du ein Geheimrezept?

Poppy J.: Zum Glück bin ich noch – klopf auf Holz – von einer richtigen Schreibblockade verschont geblieben. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen jedoch nicht. Dann hilft es, den Kopf frei zu bekommen, indem man einfach etwas anderes macht: Freunde treffen, ins Kino gehen oder den PC ausschalten. Das hilft meistens schon.

Katja: Hast Du beim Schreiben bestimmte Rituale? Wo schreibst Du am liebsten?

Poppy J.: Ich schreibe entweder an meinem Schreibtisch – am liebsten in Jogginghose – oder an besonders faulen Tagen auch gerne im Bett.

Katja: Du bist „deutsche Schriftstellerin mit amerikanischer Familie“ – ist es da schon fast „Pflicht“, Football-Fan zu sein?

Poppy J.: Football ist natürlich typisch amerikanisch und ich fand diese Sportart schon immer sehr interessant. Leider ist es in Deutschland ziemlich schwierig, der NFL zu folgen. In den USA ist Football allgegenwärtig – wie bei uns Fußball. Als Kind des Ruhrgebiets bin ich eher im Fußballbereich beheimatet, doch seien wir mal ehrlich: Football ist im Gegensatz zu Fußball (jedenfalls aus meiner Sicht) sexy.

Katja: Die „New York Titans“ sind eine fiktive Football-Mannschaft. Gibt es dennoch Vorbilder, die Du zu Deinen Serienfiguren „verarbeitet“ hast?

Poppy J.: Es gibt keine sportlichen Vorbilder, was die Charaktere betrifft. Tatsächlich sind die Titans vermutlich sehr viel familiärer und freundschaftlicher als reelle Footballteams, in denen die absoluten Superstars den Sport zum Beruf gemacht haben. Was die äußeren Merkmale betrifft, orientiere ich mich schon einmal bei Schauspielern wie bei Chris Hemsworth oder Henry Cavill, doch Sportler als Vorbilder gibt es nicht.

Katja: Mit welchem Deiner Footballer der New York Titans würdest Du gern mal einen Tag verbringen? Gibt es überhaupt eine Lieblingsfigur und wenn ja, warum liegt gerade diese Figur Dir so sehr am Herzen?

Poppy J.: Mir liegen alle Spieler sehr am Herzen und ich kann mich kaum zwischen ihnen entscheiden, doch hätte ich richtig viel Spaß, mit Blake und Madison einen Tag bzw. einen Abend zu verbringen. Ich schätze, dass man mit ihnen richtig viel Spaß haben könnte.

Katja: Was fasziniert Dich so sehr an der Sportart und hast Du eine Lieblingsmannschaft?

Poppy J.: Mich fasziniert am Football, dass die Sportart nach außen hin unglaublich brutal erscheint, doch eigentlich ein sehr taktisches Spiel ist, das einiges an Geschick erfordert. Eine Lieblingsmannschaft habe ich nicht, auch wenn ich das nicht sagen sollte J

Katja: Neben der Serie rund um die New York Titans gibt es aus Deiner Feder auch noch die Fitzpatrick- und die Hailsboro-Reihe. Auf welcher Serie liegt Dein Hauptaugenmerk und wirst Du alle drei Serien fortsetzen?

Poppy J.: Auf allen drei Serien ruht mein Augenmerk, doch die Titans sind wirklich das Herz meiner Schreiberei. Gleich dahinter rangieren die Fitzpatricks, da ich diese Familie sofort mochte, als mir die Idee dazu durch den Kopf schwirrte. Hailsboro-Geschichten schreibe ich sehr gerne zwischendurch, da ich diese verrückte Kleinstadt total mag.

Katja: Du kannst „Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwiches“ nichts abgewinnen und outest Dich damit eher unfreiwillig als „nicht-amerikanisch“. Welches Gericht aus den USA liebst Du dann? Und kochst Du zu Hause auch die amerikanische Küche?

Poppy J.: Es gibt unglaublich viele Gerichte aus den USA, die ich sehr gerne in mich hineinstopfe – zum Leidwesen meiner Waage. Frittiertes Hühnchen mit Kartoffelstampf … einfach genial. Oder Spaghetti mit Fleischklößchen.

Katja: Das erste Buch, das ich von Dir gelesen habe, ist die „New York Titans Weihnachtsbäckerei“ und habe teilweise vor Lachen nicht weiterlesen können. Wie kommst Du auf all die Geschichten? Wo findest Du die Inspiration dafür?

Poppy J.: Tatsächlich habe ich keine Ahnung, woher die Inspiration kommt. Sie ist einfach da, ganz plötzlich. Vermutlich hätte ich auch gut Alleinunterhalter werden können, weil ich es klasse finde, andere Menschen zum Lachen zu bringen.

Katja: Im Mai letzten Jahres hast Du unter dem Pseudonym Alexandra Graham den historischen Roman „Sehnsucht der Herzen“ veröffentlicht. Was hat Dich dazu bewogen, ein anderes Genre zu wählen und dieses Roman dann unter einem Pseudonym zu veröffentlichen?

Poppy J.: Historische Liebesromane habe ich schon immer geschrieben und bin erst vor ein paar Jahren dazu umgeschwenkt, moderne Romane zu verfassen, daher bin ich sozusagen zu meinen Wurzeln zurückgekehrt.

Katja: Das Leben besteht ja nicht nur aus Büchern und dem Schreiben. Was machst Du, wenn Du gerade nicht an einem neuen Buch schreibst? Was sind Deine Hobbys und womit kannst Du am besten entspannen?

Poppy J.: Tatsächlich investiere ich viel Zeit ins Schreiben, doch ansonsten koche ich sehr gerne, treffe Freunde, unternehme etwas mit meinem Hund und verreise oft.

Katja: Was war der schönste Moment Deiner Autorenkarriere bisher? Hat Dich das „Autor sein“ verändert?

Poppy J.: Es gibt sehr viele schöne Momente, die ich erleben durfte, seit ich Autorin bin, doch zu den tollsten gehören vermutlich die Meet & Greets, bei denen ich meine Leserinnen treffen durfte. Das war einfach unglaublich.

Katja: Du veröffentlichst Deine Bücher im Eigenverlag. Ist das Selfpublishing eine reale, gute Möglichkeit, seinen eigenen Traum zu verwirklichen? Ist es einfacher oder schwerer, so ganz ohne Verlag zu agieren?

Poppy J.: Die ersten drei Titans-Romane erschienen ab Ende November bei Rowohlt im klassischen Taschenbuchhandel und ich bin schon sehr gespannt, wie das funktionieren wird. Das Self-Publishing ist eine großartige Möglichkeit, seine Bücher Lesern zu präsentieren, ohne einen Verlag im Rücken zu haben. Dies bedeutet natürlich viel Eigeninitiative und Verantwortung, kann jedoch die entscheidende Option sein, es ohne einen Verlag zu versuchen.

Katja: Die Frage zum Schluss, die einfach sein muss: Gibt es ein neues Projekt und hast Du Lust uns etwas darüber zu erzählen?

Poppy J.: Es gibt soooo viele Projekte, die ich in Aussicht habe. Ende April erscheint der Auftakt zu einer neuen Reihe, Anfang Juni der dritte Fitzpatrick-Roman und dann … das wird noch nicht verraten 🙂

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