Auf diesem Blog dreht es sich rund um Bücher, Rezensionen, Buchvorstellungen, Interviews und das Kochen von leckeren Speisen aus Topf und Pfanne.

Was ist denn hier passiert?

*Maumiau* das ist einfach unglaublich. Das glaubt ihr gar nicht. Was los ist? Warum ich gerade so empört miaue?

Das muss ich euch unbedingt erzählen.

Ihr wisst doch, dass ich seit Februar 2014 hier bei meiner Familie lebe. Bei Markus und Katja, meinen Lieblingsdosenöffnern. Erst war ich ihr einziger Liebling, dann kamen der Keks Florentine und der Krümel Max dazu. Gut, mit den beiden habe ich mich abgefunden. Blieb mir ja nichts Anderes übrig, sind sie doch die kleinen „Kitten“ von meinen Dosis.

Aber seit letzter Woche Samstag ist mein Leben total auf den Kopf gestellt. Dass was im Busch ist, habe ich schon die Tage vorher gemerkt und auch am Samstag war gerade mein Frauchen Katja ziemlich angespannt.

Ich meine, es reicht ja nicht, dass wir im letzten Sommer umgezogen sind, was ja schon total aufregend für mich war. Am Samstag wurde dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Alles war noch relativ normal, außer das auf einmal ein zweites Katzenklo auf der oberen Ebene stand. Na gut dachte ich, ich werde ja auch nicht jünger und dann muss ich nicht immer auf die untere Ebene, wenn ich mal ein Bedürfnis habe. Praktisch!

Und dann das. Ich wurde schändlich verraten. Als ich Samstagnachmittag mal nach unten schlich um an meinen Futternapf zu gehen war er da … der Duft einer anderen Katze. *fauch* täuscht sich mein gutes Näschen, mit der ich auf große Entfernung Leckerlis wie Schinken und Salami erschnüffele, wirklich so sehr? Ich schlich ich die Küche, der Duft wurde immer stärker. Und dann, dann saß er da und ich dachte, ich muss gleich noch mal einen richtigen fetten Faucher loswerden. Habe ich dann auch getan, mit aufgestelltem Fell, Katzenbuckel und buschigem Schwanz versteht sich. Ganz schnell saß mein Lieblingsdosenöffner Markus zwischen dem Fremden und mir, mit einer Tube Leberwurst in der Hand. Ich durfte daran schlecken, dann der Fremde, und dann wieder ich. Ich naschte und schnüffelte, dann zog ich mich erstmal zurück. Aber nicht, ohne MEINEN Dosis einen traurigen und herzzerreißenden Blick zuzuwerfen. Besonders mein Frauchen nahm das ganz schön mit. Sie hat nämlich ein weiches Herz und mich ganz dolle lieb.

Den ganzen Abend lang habe ich in meiner Kiste gelegen und die beiden gar nicht beachtet, da konnten sie mich noch so rufen und locken. Strafe muss sein. Das geht doch nicht. Ich bin doch ihr Liebling, ihr ein und alles. Und jetzt? Holen die einfach so einen Fremdling ins Haus.

Am nächsten Morgen habe ich sie noch ignoriert, aber irgendwann war ich auch einfach nur traurig. So ganz ohne Kuschel- und Streicheleinheiten geht auch nicht für mich. Ich habe zwar immer noch gefaucht, wenn mir der Kleine in die Quere kam oder zu nah, aber ich bin auch wieder zu meinen Dosis geschlichen. Hab mich streicheln lassen und hab den Fernsehabend auf der Couch kuschelnd verbracht.

Am Montag haben sie den Fremden dann auf die obere Ebene geholt. Ich habe ihm ganz schnell klargemacht, dass der Kratzbaum oben – und damit der herrliche Ausguck – mir gehört und die Kiste auch. Ansonsten kann er sich überall hinlegen. Nur nicht zum Frauchen, wenn ich gerade daliege und kuschle.

Kratzbaum mit Aussicht

Naja, jetzt ist der Kleine, den meine Dosis Liam nennen, schon eine Woche da und ich glaube, ich habe mich an ihn gewöhnt. Ab und an muss ich ihm noch Grenzen aufzeigen, wenn der Jungspund zu sehr aufdreht oder mir gar meine Leckerlis wegfressen will. Also ehrlich, das geht nun wirklich nicht. Wie würde er denn gucken, wenn ich ihm sein Futter wegfresse? Wobei – könnte ich ja mal versuchen.

Dicke Freunde sind wir noch nicht – so schnell geht das dann doch nicht – aber wir gewöhnen uns einander. Wir haben sogar schon zusammen gekuschelt. Naja, nicht ganz zusammen, aber es war weniger als einen halben Meter Platz zwischen uns. Unsere Dosis … ja es sind ja nun mal unsere … teilen Kuscheleinheiten und Leckerlis gerecht auf. Nun ja, meistens zumindest, würde ich sagen.

Vielleicht ist es ja ganz gut, wenn ich jetzt einen Spielgefährten habe? Auch wenn er sehr jung und ungestüm ist, er bringt Leben in die Bude und wenn irgendwann mal alle vier im Urlaub sind, bin ich nicht mehr den ganzen Tag alleine. Das wird lustig.

Na gut, vielleicht wurde ich doch nicht schändlich verraten? Vielleicht haben sie es auch nur gut gemeint. Darüber muss ich mal nachdenken und geh dafür mal auf meinen Kratzbaum. Nur da habe ich momentan meine Ruhe, da stört mich auch der Jungspund nicht. Das habe ich ihm ganz schnell klar gemacht.

*miau* bis später
eure Mila

Did you like this? Share it:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*