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Zwischen Jane Austen und Mentalist … im Gespräch mit Manuela Inusa

Das heutige Interview ist bereits das 6. Interview, welches ich im Vorfeld der LoveLetter-Convention 2016 mit teilnehmenden Autoren führen durfte. Ich freue mich sehr darüber, das ich so viele Möglichkeiten dazu bekommen habe und ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß daran wie ich. Heute habe ich für Euch die Autorin Manuela Inusa interviewt …

Katja: Du bist, anders als ich gedacht habe, keine Newcomer-Autorin sondern eine gestandene Selfpublisherin, die auch unter zwei weiteren Pseudonymen ihre Bücher veröffentlich. Dennoch würde ich Dich zum Anfang bitte, Dich einmal selbst zu beschreiben. Was macht Dich aus? Was sind besten und vielleicht auch Deine schlechtesten Charaktereigenschaften?

Manuela: Hallo, liebe Katja, vielen Dank, dass du mich dazu eingeladen hast, ein Interview mit dir zu machen. 🙂

Also, ich wurde 1981 in Hamburg geboren, habe die Realschule besucht und eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin gemacht. Bereits mit 18 Jahren lernte ich meinen Mann kennen und lieben, mit 20 habe ich geheiratet und meine Tochter bekommen. Vier Jahre später kam noch mein Sohn dazu. Ich bin inzwischen seit vierzehn Jahren glücklich verheiratet und wohne noch immer in Hamburg.

Wenn ich nicht gerade schreibe, lese ich und sehe mir unheimlich gerne Serien an. Außerdem liebe ich es zu reisen, bevorzugt in die USA. Ich bin ein Riesen-Amerika-Fan und wähle daher meist auch dortige Roman-Schauplätze aus. Ich liebe Mexikanisches Essen, lebe seit meinem 13. Lebensjahr fleischlos und bin verrückt nach Tee und Schokolade. Meine guten und schlechten Eigenschaften? Die schlechte ist leicht: Ich bin leider ziemlich ungeduldig. Die gute? Ich habe ein sehr großes Herz und bin immer für Freunde und Familie da, wenn sie mich brauchen.

Katja: „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ von Charlie Chaplin ist Dein Lieblingszitat. Was bringt Dich zum Lächeln?

Manuela: Ich kann eigentlich über so gut wie alles lachen. Am meisten lache ich wohl bei The Big Bang Theory und Friends.

Katja: Du liebst unter anderem die Serien „The Mentalist“ und „Gilmore Girls“ – zwei Serien die ich auch sehr mag. Was reizt Dich so an „The Mentalist“ und mit welcher Figur aus den „Gilmore Girls“ kannst Du Dich identifizieren?

Manuela: Beim Mentalist reizt mich einfach seine Art. Patrick Jane hat so viel Schreckliches durchgemacht und hat doch niemals aufgegeben. Ich mag seine ruhige, manchmal auch ein wenig verrückte Art sehr. Außerdem muss ich gestehen, dass ich Simon Baker ziemlich heiß finde. 😉

Die Gilmore Girls!!! Ich bin ein großer Fan seit der ersten Stunde. Ich habe mich wohl schon immer am meisten mit Rory identifiziert, einfach weil sie auch so vernarrt in Bücher und eher still und zurückhaltend ist, genau wie ich.

Katja: Crime-Serien sind, so schreibst Du, Dein Hobby. Wenn Du Dir Deinen persönlichen Helden zusammenbasteln könntest, welchem Serienhelden würde er ähnlich sehen und welche Eigenschaften würde er haben?

Manuela: Da sind wir wieder bei Simon Baker. 😉 Er sollte unbedingt so aussehen wie Simon Baker. *lach* Und eigentlich hat der doch als Mentalist schon alles, was ein Held haben sollte: Er kann Gedanken lesen, Leute durchschauen, er hat die coolsten Tricks drauf und ist selbst undurchschaubar. Wenn er jetzt noch stark wie Superman wäre und mit mir durch die Lüfte fliegen könnte, wäre er perfekt. 😀

Katja: Du hasst Kaffee – so schreibst Du auf deinem Blog. Echt jetzt? Ich dachte immer, das fast alle Autoren reine Kaffeejunkies sind *lach*. Was brauchst Du, damit Du am Schreibtisch auf „Touren“ kommst und konzentriert arbeiten kannst?

Manuela: Einen Blog habe ich eigentlich nicht, nur eine Homepage, wo du das sicher gelesen hast. Und nein, Kaffee mag ich wirklich nicht. Überhaupt nicht. Ich verabscheue ihn. Schon immer. Kann gar nicht genau sagen, warum das so ist, aber ich mochte Tee schon immer viel, viel lieber. Natürlich macht Tee einen nicht so munter wie Kaffee, aber für meine Nerven brauche ich eigentlich eh nur eins: Schokolade. Und für gute Schreibstimmung benötige ich außerdem passende Musik.

Katja: Deine Kurzroman-Serie „Cinnamon Falls“ spielt in einer Stadt, die „das ganze Jahr nach Zimt duftet“. Bei mir steigt, wenn ich das lese, der Duft von frisch gebackenen Zimtplätzchen in die Nase. Wie kommt man auf ein solches Setting? Backst Du auch selber gern?

Manuela: Ich wollte einen Ort erschaffen, der eine idyllische, heimelige Atmosphäre vermittelt, einen Ort, wo jeder Leser sich gleich zuhause fühlt. Auf Zimt kam ich, weil der erste Band ein Weihnachtsteil ist und Zimt darf für mich zu Weihnachten nicht fehlen. Backen tu ich zwar gerne, aber meist nur zu Geburtstagen, Feiertagen oder in der Weihnachtszeit.

Katja: Du veröffentlichst einen Teil Deiner Bücher im Selfpublishing, Dein neustes Buch ist jedoch im Blanvalet-Verlag erschienen. Was ist in Deinen Augen der Unterschied zwischen Verlagsautorin und Selfpublishing? Wo siehst Du die Vor- und Nachteile?

Manuela: „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ ist zwar mein erstes richtiges Verlagsprojekt, aber mein neuestes Buch ist es keinesfalls. Seit der Manuela Inusa_2Veröffentlichung habe ich nämlich bereits einen weiteren Liebesroman „Bevor du gehst …“ und Band 1 und 2 der neuen Märchenreihe „Princess in love“ (unter Pseudonym Ashley Bloom) veröffentlicht. Diese Bücher allerdings im Selfpublishing.

Der wohl größte Unterschied ist der zeitliche Aufwand und all die vielen Leute, die an der Erstehung eines Verlagsbuchs beteiligt sind. Während man da schon mal anderthalb bis zwei Jahre auf die Veröffentlichung seines Buches wartet, kann man im SP selbst entscheiden, wann etwas veröffentlicht werden soll. Man kann so schnell oder langsam schreiben, wie man möchte, das Zeitlimit setzt man sich selbst. Außerdem hat man selbst das Sagen, was Cover, Klappentext und Preis angeht. Es gibt bei beiden Varianten viele Vor- und Nachteile. Für mich als – wie schon erwähnt – sehr ungeduldige Person ist das Selfpublishing ein perfekter Ausgleich zur Verlagsarbeit.

Katja: Wie bist Du am Anfang Deiner schriftstellerischen Laufbahn auf das Selfpublishing aufmerksam geworden?

Manuela: Eine Freundin, die auch Autorin ist, hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich dachte einfach, ich versuch es mal. Damals hatte ich lediglich einige Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht und wollte es unbedingt mal mit einem Roman probieren. Das ist jetzt vier Jahre her, damals sah die ganze Selfpublishing-Welt noch ein wenig anders aus, war lange nicht so befüllt mit Autoren wie heute. Ich bin froh, mir bereits damals einen Namen gemacht zu haben, heute stelle ich mir das bei der großen Konkurrenz sehr schwer vor.

Katja: Verleiht Dir das Selfpublishing eine Form von Sicherheit und schreibst Du aus diesem Grund befreiter?

Manuela: Wie schon erwähnt, bin ich froh, schon so lange im Selfpublishing dabei zu sein und mir eine Leserschaft aufgebaut zu haben. Es ist gut zu wissen, dass es da draußen Menschen gibt, die auf dein nächstes Buch warten. Klar, es ist schon eine Art von Freiheit, man steht aber auch unter enormem Druck, wenn man seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben verdient.

Katja: Seit wann schreibst Du und hast Du Dich schon immer für das geschriebene Wort begeistern können?

Manuela: Ich schreibe, seit ich denken kann. Habe es schon immer geliebt, meine Gedanken niederzuschreiben, mir Geschichten auszudenken und andere Leute daran teilhaben zu lassen.

Katja: Außer unter dem Namen Manuela Inusa veröffentlichst Du auch noch unter dem Pseudonym Ashley Gilmore moderne Märchen und als Ashley Bloom Chick-lit-Romane. Was ist in Deinen Augen der Vorteil von Pseudonymen?

Manuela: Der große Vorteil ist, dass man in verschiedenen Genres schreiben kann, ohne dass es die Leser zu sehr verwirrt. 😉

Katja: Könntest Du Dir vorstellen, noch ein 3. Pseudonym zu wählen und da zum Beispiel Krimis zu schreiben oder hast Du mit Liebesromanen, Märchen und Kinderbüchern Deine „Nische“ gefunden?

Manuela: Ich denke, das reicht jetzt erstmal, sonst komme ich irgendwann selbst noch durcheinander. 😉 Das zweite Pseudonym habe ich mir ja auch nur zugelegt, weil ich mein erstes – Ashley Bloom – exklusiv dotbooks übergeben musste, wo ab April und das ganze Jahr über all meine bereits im SP erschienenen Chick-lit-Romane noch einmal neuveröffentlicht werden.

Krimis werde ich wohl eher nicht schreiben. So gerne ich Thriller auch lese, habe ich selbst einfach kein Talent dafür, Spannung aufzubauen. Ich bleibe also bei der Romantik.

Katja: Du bist Mutter zweier Kinder. Vermittelst Du Deinen Kindern die Begeisterung und das Interesse an Büchern?

Manuela: Unbedingt. Ich habe sie schon, seit sie klein waren, mit Büchern überschüttet und ihnen vorgelesen. Heute machen wir oft gemeinsame Lesestunden. Ich finde, Bücher sind – sagen wir es mal in Jane Austens Sprache – ein unverzichtbarer Segen für jedes Kind.

Katja: Dürften Deine Kinder ihren persönlichen Berufstraum verwirklichen?

Manuela: Na klar. Sie sollen das werden, was sie glücklich macht.

Katja: Du liest „so langsam wie eine Schnecke“ und Dein SUB wächst derzeit ständig. Welches Buch liest Du derzeit, welches kannst Du uns ans Herz legen und welches steht derzeit ganz oben auf Deiner Wunschliste?

Manuela: Ich lese gerade ein unglaublich bewegendes Buch – „Raum“ von Emma Dononghue. Seit der Oscar-Verleihung, die ich übrigens jedes Jahr live im TV mitverfolge, auf der die Verfilmung einige Preise abgeräumt hat, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Ich muss sagen, es ist sehr schwer zu lesen, nicht nur weil es einem so nahe geht, sondern auch weil es aus der Sicht eines 5-jährigen erzählt wird. Aber hat man erst einmal reingefunden, nimmt es einen mit und lässt einen bestimmt so schnell nicht wieder los.

Welche Bücher ich euch sonst noch ans Herz legen kann? Alle von Jane Austen und Nicholas Sparks, meinen beiden großen schriftstellerischen Vorbildern.

Auf meiner Wunschliste stehen wohl noch eine Million Bücher, die kann ich jetzt gar nicht alle aufzählen.

Katja: Die Frage wird Dir bestimmt oft gestellt: Wie kommt man auf die Idee, Jane Austen in einem Roman für eine Buchhändlerin lebendig werden zu lassen?

Manuela: Ich habe Jane Austen schon immer verehrt. Und ich wollte sie schon immer mal zum Leben erwecken, habe mich aber nie richtig getraut. Als ich meiner Agentin dann aber den Vorschlag machte, war sie gleich ganz begeistert von der Idee und ich habe drauflos geschrieben.

Katja: Wenn wir Jane Austen mal außen vor lassen – mit welcher Romanfigur würdest Du gern einmal am Frühstückstisch sitzen? Was würdest Du diese Figur fragen? Was würdest Du wissen wollen?

Manuela: Eine Romanfigur? Hm … dürfte ich mir vielleicht zwei auswählen? Dann würde ich nämlich Noah und Allie aus „Wie ein einziger Tag“ von Nicholas Sparks auswählen, damit sie mir alles über ihre einzigartig schöne Liebesgeschichte erzählen können.

Katja: In wenigen Tagen beginnt in Berlin die 5. LoveLetter-Convention und Du wirst dabei sein. Worauf freust Du Dich am meisten? Was erwartest Du von der Veranstaltung?

Manuela: Ich freue mich total auf meine erste LLC. Am allermeisten freue ich mich auf viele bekannte Gesichter und auch auf neue, die ich z.B. von Facebook her kenne, aber bisher noch nie persönlich getroffen habe. Ich freue mich, ein ganzes Wochenende inmitten von Büchern, wundervollen Autorenkollegen und interessierten Lesern verbringen zu dürfen. Und ich freue mich darauf, den LLC-Besuchern mein Buch und Jane Austen ein wenig näherzubringen.

Katja: Und zu guter Letzt eine Frage, die jeder Autor in meinen Interviews gestellt bekommt 🙂

Auf meinem Blog geht es ja nicht nur um Bücher sondern auch um mein zweites Hobby, das Kochen und Backen. Hast Du ein Lieblingsrezept, welches Du mit mir und meinen Lesern teilen möchtest.

Manuela:  Da wähle ich etwas typisch Amerikanisches: Erdnussbutter-Cookies!

Hier sind das Rezept und die Backanleitung:

Erdnussbutter-Cookies

Zutaten:
125 g weiche Butter, 150 g grobe Erdnussbutter, 225 g Kristallzucker, 1 Ei leicht verquirlt, 150 g Mehl, ½ TL Backpulver, 1 Prise Salz, 75 g gehackte ungesalzene Erdnüsse

Zubereitung:
Butter und Erdnussbutter in eine Schüssel geben und vermengen. Den Zucker zugeben und gut verrühren. Langsam das Ei hinzufügen und gut untermischen. Mehl, Salz und Backpulver in die Mischung geben. Zum Schluss die Erdnüsse untermengen und alles zu einem weichen Teig verarbeiten. Diesen dann für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Circa zwanzig Kugeln (je nachdem, wie groß man die Cookies haben möchte) aus dem kalten Teig formen, diese auf zwei mit Backpapier belegte oder eingefettete Backbleche legen und ein wenig platt drücken. Die Cookies bei 190 °C 15 Minuten lang backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! 🙂

Katja: Vielen Dank für Deine Zeit und ich freue mich schon sehr auf die LLC, wo wir vielleicht die Zeit für einen gemeinsamen Schwatz finden.

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